Kategorien
Aktuelles

Bildungsleitbild für den Landkreis Wittenberg beschlossen 20.04.2021

Der Kreistag hat in seiner heutigen Sitzung das Bildungsleitbild für den Landkreis Wittenberg beschlossen. Den politischen Auftrag dazu hatte es bereits im Jahr 2014 gegeben. Man könnte also zu dem Schluss kommen, kommunalpolitische Bildungsarbeit sei eine Generationenaufgabe. Und das ist sie auch!

Wir tragen mit unserer Bildungslandschaft – mit unserer Schullandschaft im Landkreis Wittenberg – maßgeblich für Generationen Verantwortung. In erster Linie für Generationen von Schülerinnen und Schülern.  Dabei dürfen wir nicht nur Schulstandorte losgelöst betrachten. Wir dürfen auch nicht nur Schulformen losgelöst voneinander betrachten. Vielmehr ist eine ganzheitliche Betrachtung von Schule und Bildung, also Schulformen UND Schülerinnen und Schülern notwendig. Diese Notwendigkeit zeigt sich spätestens einmal im Jahr, nämlich beim Fahrplanwechsel zu Beginn eines Schuljahres.

Wir sind uns bewusst, dass ein Bildungsleitbild nur – und das sagt der Name auch schon – uns leiten kann. Die einzelnen Entscheidungen müssen wir kommunalpolitisch weiterhin treffen. Daher ist umso mehr zu begrüßen, dass nun das Bildungsleitbild auch mit einem Maßnahmenkatalog untersetzt ist. Die CDU-Fraktion ist der Ansicht, dass dies der wichtigste Punkt ist: konkrete Ansätze zur Lösung konkreter Probleme.

Um es bildlich zu machen: Mit dem Bildungsleitbild selbst definieren wir unser Ziel. Der Katalog an Maßnahmen ist die Landkarte dazu. Wir werden sicherlich noch über den einen oder anderen Weg und Kreuzungspunkt diskutieren. Die Ansprüche an Bildung werden sich auch weiterhin ändern!

Gerade jetzt in den Zeiten der Pandemie merken wir, wie schnell sich Ansprüche verändern. Medienpädagogische Konzepte, IT-Ausstattung und Bandbreiten bekommen eine wichtige Bedeutung. Daher ist es für uns als Kreistag auch wichtig, genau die richtigen Weichenstellungen zur richtigen Zeit vorzunehmen und auch mutig Maßnahmen umzusetzen.

Es wird am Kreistag liegen, die einzelnen Maßnahmen energisch anzugehen. Insbesondere bei der Anbindung der Schulen an schnelle Glasfaser- oder Gigabit-Netze werden wir uns messen lassen müssen. Daher ist es gut, dass im Zuge der Vorberatungen der Punkt mit aufgenommen wurde, „Alternative Möglichkeiten zur Verbesserung der Breitbandanbindung an Schulen“ zu nutzen. Hier erwarte ich einen schnell möglichen und großen Schritt nach vorn. Auch wenn es im Einzelfall mit Kosten verbunden sein kann, die aber sicher überschaubar sind. Aber auch hier sollte sich dann in der Umsetzung der Kreistag weiterhin mutig zeigen.

Das Bildungsleitbild erfasst aber nicht nur die allgemeinbildenden Schulen, sondern alle Bildungsangebote im Landkreis. Von der Kreisvolkshochschule angefangen bis hin zu den Musikschulen und weiteren Bildungsträgern schaffen wir einen Überblick und vernetzen die Akteure. So wird inhaltlich und strukturell lebenslanges Lernen sehr gut gefördert.

Die CDU-Fraktion hat dem Bildungsleitbild in der vorliegenden Form und dem dazugehörigen Maßnahmenkatalog gern zustimmt.

Ich freue mich, wenn wir auch weiterhin gemeinsam alles dafür tun, in eine zukunftsfeste Schullandschaft zu investieren. Der Bestand aller Schulstandorte und die Erkenntnis, dass unser gegliedertes Schulsystem mit der Bandbreite seiner Schulformen für den ganzheitlichen Erfolg wichtig sind, ist eine der wichtigen Erkenntnisse die aus dem Leitbild und seinem Maßnahmenkatalog hervorgehen.

Kategorien
Aktuelles

Landkreis Wittenberg soll sich als Modellregion für Öffnungen im Rahmen der Pandemie bewerben! 23.03.2021

Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag Wittenberg, Christian Tylsch, hat gefordert, dass sich der Landkreis Wittenberg als Modellregion für Öffnung bewerben sollte. Grundlage ist der aktuelle Beschluss der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin von heute Nacht. In Punkt 6 heißt es: „Im Rahmen von zeitlich befristeten Modellprojekten können die Länder in einigen ausgewählten Regionen, mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen. Zentrale Bedingungen dabei sind lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und ggf. auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene, eine enge Rückkopplung an den Öffentlichen Gesundheitsdienst und klare Abbruchkriterien im Misserfolgsfalle.“

„Wir haben ein funktionierendes Impfzentrum und mobile Impfteams, das wurde zuletzt unter Beweis gestellt. In den Städten und Gemeinden haben wir mit den Apotheken Testzentren eingerichtet und die regelmäßigen Tests an den Schulen haben begonnen. Damit haben wir die Struktur, die Grundlage für Öffnungen sein kann. Besonders im Bereich des Einzelhandels, der Gastronomie sowie der Kultur, z.B. Institutionen wie das Clacktheater, kann sich dieser Landkreis durch den Einsatz der vorhandenen Apps und einer straffen Teststrategie als Modellregion bewerben und zeigen, dass Öffnungen verantwortlich möglich sind. Hier gibt es schon gute Modelle, die wir auf unseren Landkreis anpassen können und damit zeigen, dass sie sowohl in größeren Städten wie Wittenberg als auch in kleineren, ländlichen Städten wie Jessen, Gräfenhainichen oder Coswig funktionieren“ so Tylsch.

Zuständig für diese Bewerbung beim Land ist der Landrat als Chef der Verwaltung und damit des örtlichen Gesundheitsamtes. Der Landrat sollte schnellstmöglich mit seiner Verwaltung den Antrag auf den Weg bringen und das Konzept dazu entwickeln. Ich bin mir sicher, dass sich viele lokale Partner beteiligen werden, angefangen bei den Städten, die jetzt schon mehr tun, als sie müssten bis hin zu Gewerbevereinen der Städte des Landkreises. „Hier bietet sich eine gute Chance, die wir schnell und energisch ergreifen sollten um Perspektiven aufzuzeigen“ so Tylsch abschließend.