Was für eine riesige Freude! Die Kita “Villa Sonnenschein” in Wörlitz ist Deutschlands “Kita des Jahres”. Gestern Abend wurde die Entscheidung verkündet und sie verbreitete sich rasend schnell. (Foto: DKJS/ F. Schmitt und A. Wendler)
Über diese integrative Kita sagen die Juroren: Sie ist ein beeindruckendes Beispiel für gelebte Gemeinschaft und ein stärkendes Miteinander aller Kinder und Erwachsenen. Besser kann man die Einrichtung, die in kommunaler Trägerschaft ist, nicht beschreiben.
Und das ist vor allem der Leistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort zu verdanken. Sie erfüllen das Konzept mit Leben und binden so Eltern und natürlich die Kinder selbst ein. Das Preisgeld ist mehr als verdient, wichtiger ist aber doch die Anerkennung für die beeindruckende Leistung, die eine ganz wichtige Bestätigung der eigenen Arbeit ist.
Ich bin stolz, dass Deutschlands Kita des Jahres 2021 aus unserem Landkreis Wittenberg kommt. Auch deshalb bleiben Kitas auf meiner Prioritätenliste. Dort, wo wir als Landkreis Verantwortung tragen, zum Beispiel bei der Finanzausstattung (Stichwort: LEG-Vereinbarungen), müssen wir voran kommen.

In Prettin läuft es auf dem Campingplatz prima. Vor einigen Tagen habe ich das Touristenzentrum in Prettin erst Besuch. Bei einem Gespräch mit dem Ortsbürgermeister Mike Lange und der ehemaligen Ortsbürgermeisterin Helga Welz habe ich mich über die Lage vor Ort informiert.
Nicht nur über den Campingplatz, sondern auch über Annaburg und Prettin. Der Campingplatz am See, der früher ein Kiesabbau war, ist wirklich ein Kleinod und das viele Lob der Besucher mehr als gerechtfertigt. Ich kann nur jedem einen Ausflug empfehlen – und wenn es nicht zum Urlaubmachen ist, dann wenigstens zum Entspannen am See.
Wir haben so viele schöne Ecken im Landkreis, die durchaus bekannter sein können. Erst recht, weil Naherholung in Zukunft wieder eine größere Bedeutung gewinnen kann. Das habe ich für mich mitgenommen und möchte als Landrat diesen Bereich besser Vermarkten helfen. Das ist für mich Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung.

Ein Teil des innovativen Verkehrskonzeptes für Innenstädte sind die Elektro-Roller, die man seit einiger Zeit in der Lutherstadt sieht. Was in Wittenberg funktioniert, kann man vielleicht auch auf den Landkreis ausweiten, zumindest die größeren Orte bieten möglicherweise genug Potential für dieses Modell.
Diese Idee greife ich auf und werden sie in jedem Fall mitnehmen. Gleichzeitig erinnert uns das Konzept aber auch daran, dass wir bei den Überlegungen zur Mobilität nicht nur an die größeren Orte oder die Kreisstadt denken dürfen.
Wir sind ein ländlicher Landkreis mit vielen kleinen und wunderschönen Orten, die wir ebenso an das Verkehrsnetz anbinden müssen. Niemand darf benachteiligt werden, weil er im ländlichen Raum lebt.
Diese Maxime ist sicher nicht immer leicht umsetzbar, da Infrastruktur in der Fläche auch viel Geld kostet, dennoch ist es unser gesellschaftlicher Auftrag, dafür zu sorgen, dass man überall in unserem Landkreis gut leben kann. Deshalb werde ich das Thema ÖPNV in Bezug auf Anbindung und Taktung in den Blick nehmen, wenn ich neuer Landrat werde.