Die Mitteldeutsche Zeitung hat Peter Jehle, den Chefarzt des Wittenberger Krankenhauses Paul-Gerhardt-Stift, zur Corona-Lage befragt. Der spricht sich für ein Umdenken bei der Priorisierung der Impfreihenfolge aus. Das ist grundsätzlich richtig. Sobald genug Impfstoff da ist, kann die Priorisierung entfallen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die besonders schlimmen Verläufe bei unseren älteren Mitbürgern stattfinden. Wenn wir nicht mehr medizinisch priorisieren, müssen wir diese Personengruppe jetzt also schnell durchimpfen. An den Impfzahlen sehen wir, wie viel die Hausärzte leisten. Deshalb hat Professor Jehle völlig recht, wenn er die Hausärzte noch stärker eingebunden sehen will. Das ist auch meine Meinung, nur so kommen wir zügig zum Ziel.
Eine großartige Aktion und ein wichtiges Zeichen habe ich heute in Jessen entdeckt. Dort kümmert sich die Apothekerin Marion Nelle um die Förderschule vor Ort und überreichte einen Scheck mit einer hohen dreistelligen Summe. Gerade Förderschulen sind extrem wichtige Einrichtungen und leisten großartige Arbeit, dafür haben sie aber einen besonderen Bedarf, der über den regulären Schulbetrieb oft hinaus geht. Gut, dass die MZ in Jessen über diese Aktion berichtet, sie steht stellvertretend für viele vergleichbare Aktionen im Landkreis, bei denen unsere lokalen Unternehmen auf diese Weise helfen – oft unbemerkt von der Öffentlichkeit.

Den Stern des Sports gibt es schon viele Jahre und er hat es in sich. Jeder Verein kann und sollte hier mitmachen, jeder kann Vorschläge einreichen. Das Engagement lohnt sich, die Siegprämie kann sich auch regional sehenlassen. Wir haben so viele Vereine, die im Nachwuchsbereich richtig toll arbeiten. Deswegen lautet mein Wunsch: nutzt die Chance und meldet euch, zeigt was ihr leistet und bewerbt euch!
