Gestern habe ich gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Haseloff die Stickstoffwerke Piesteritz in Wittenberg besucht. Dafür gab es zwei Anlässe: zum einen wollten wir den neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Petr Cingr, kennenlernen und zum anderen wollten wir gleich die neue Bäckerei besichtigen.
Sowohl mit Herrn Cingr als auch mit dem langjährigen Geschäftsführer, Herrn Franzke, konnte ich mich über die Zukunft des Standortes und die Erwartungen an den neuen Landrat unterhalten. Meine Ziele, eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung mit festen Ansprechpartnern und Entscheidungskompetenzen innerhalb der Kreisverwaltung wurden ebenso bestätigt wie der enge und vertrauensvolle Austausch, in regelmäßigen Abständen. Beides ist für mich eine Selbstverständlichkeit, nicht nur bei so großen Betrieben.
Der Agro-Chemiepark (übrigens der einzige in Deutschland) beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. Bei den vielen Besuchen in den letzten Jahren, ist immer eine Weiterentwicklung festzustellen, die für die Zukunft des Standortes Wittenberg und damit auch für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region mehr als positiv ist.

SKW ist nicht nur der größte Arbeitgeber der Region, sondern auch der größte Steuerzahler. Ohne diesen Erfolg des Unternehmens wäre vieles in unserem Landkreis schlichtweg nicht möglich. Insofern sind die von Linken und AfD aufgemachten wirtschaftsfeindlichen Diskussionen um eine Einschränkung der Unternehmensfreiheit nicht nur kontraproduktiv, sie gefährden die ganze Region!
Eine gute wirtschaftliche Entwicklung hat auch immer etwas mit gegenseitigem Vertrauen und Verlässlichkeit zu tun. Unternehmen wie Politik müssen besonders langfristig gegenseitig verlässlich und vertrauensvoll sein. Nur so kann eine nachhaltige Entwicklung stattfinden. Dafür stehe ich und das habe ich auch klargemacht.

Noch ein paar Worte zur Bäckerei, die wirklich beeindruckend ist. Ja, man kann kritisieren, dass die kleine Bäckerei von nebenan durch solche Betriebe verdrängt wird. Wahr ist aber auch, dass viel zu oft für eben jene kleine Bäckerei der Nachwuchs fehlt und gleichzeitig das Einkaufsverhalten der Menschen den Markt bestimmt.
Die Produkte, die in Wittenberg hergestellt werden, sind Verkaufsschlager. Der Betrieb beschäftigt mittlerweile 420 Mitarbeiter, was für die Region ein unglaubliches Potenzial ist. Die verwendete Technologie ist hochmodern. Durch eine Reinraumtechnologie konnte das Mindesthaltbarkeitsdatum der Produkte erhöht werden, was in der Folge weniger Transporte verursacht und damit auch klimafreundlicher ist. Außerdem ist diese Technologie besonders hygienisch.
Daneben gibt es zwei Bereiche, in denen SKW Piesteritz sehr eng mit dem Landkreis kooperiert. Das ist zum einen das Feuerwehr-Ausbildungszentrum. Hier haben Landkreis, Stadt und Betrieb eine völlig neue Form der Kooperation entwickelt und erfolgreich umgesetzt. Es kommt darauf an, diese Kooperation auch zukünftig am Leben zu erhalten. Da verstehe ich.
Zum anderen wird in wenigen Monaten der dritte Betriebskindergarten fertig gestellt sein. Dann haben die Stickstoffwerke 180 Kitaplätze geschaffen, die nicht nur modern und mit einem klugen Konzept unterlegt sind, sondern sich auch an den Betriebszeiten orientieren. So geht Familienfreundlichkeit. Und das es das SKW damit ernst meint, sieht man an der Investitionssumme. Mit gut fünf Millionen Euro für die dritte Kita investiert das Werk sehr viel in die Zukunftsfähigkeit.
Mein Fazit: nicht nur im Kleinen, sondern auch im Großen haben wir im Landkreis beeindruckende wirtschaftliche Strukturen, die sich über das rein wirtschaftliche Interesse hinaus für die Region engagieren. Hier muss ein Landrat konsequent unterstützen und Probleme lösen. Dafür muss man die handelnden Akteure gut kennen und wissen, wie die Entscheidungen getroffen werden müssen. Das kann ich. Und das will ich. Als Ihr neuer Landrat!