Christian Tylsch

Ihr Landratskandidat für den Landkreis Wittenberg​

Was heute wichtig wird: Modellprojekte als Weg zurück in die Normalität, Paul Gerhardt und Hatespeech gegen Politiker – 07.05.2021

Mit Modellprojekten kann ein Weg zurück zur Normalität vorbereitet werden.

Die Lutherstadt macht sich auf den Weg, um Modellregion zu werden. Ich habe bereits vor Wochen vorgeschlagen, über den Landkreis ein solches Modellprojekt auf den Weg zu bringen. In mehreren Ausschüssen des Kreistages habe ich diesen Vorstoß unternehmen. Allerdings kam dann die Notbremse dazwischen.
Dass nunmehr erneut diese Initiative aufgenommen wird, ist absolut richtig. Wir müssen, im Zweifel auch bei laufenden Einschränkungen des Infektionsschutzgesetzes, zeigen, dass bestimmte Dinge des täglichen Lebens wieder möglich sind. Zum Beispiel durch Testungen und Hygienemaßnahmen.

Dafür sollten wir jede Chance nutzen, die sich uns bietet, auch weil es Hoffnung macht. Als Landrat kann man diesen Prozess unterstützen, indem man mutig und entschlossen die Weichen dafür stellt. Das will ich gern tun.

Paul-Gehrhardt-Kapelle in Gräfenhainichen
Paul-Gehrhardt-Kapelle in Gräfenhainichen

Paul Gerhardt wird geliftet, die Dauerausstellung zum Gräfenhainichener Dichter soll überarbeitet werden. Da wird ein wirkliches Kleinod in Gräfenhainichen modernisiert. Die Paul-Gerhardt-Kapelle ist nicht nur ein Erinnerungsort an den Theologen und Kirchenliederdichter Paul Gerhardt, sondern auch ein sympathischer Veranstaltungsort. Mindestens einmal im Jahr führt mich der Weg dorthin. Nämlich immer am 6. Januar, wenn die Mittelstands- und Wirtschaftsunion zum traditionellen Neujahrsempfang einlädt.

Dass die Stadt diesen zentralen Ort für eine Ausstellung über Gerhardt und die Stadtgeschichte nutzt, ist folgerichtig und die Modernisierung der Ausdruck des Respekts vor der eigenen Geschichte und den eigenen Wurzeln.

Das ist übrigens ein Projekt, dass im Verwaltungsdeutsch als freiwillige Aufgabe bezeichnet wird und deshalb immer besonders kritisch betrachtet wird. Die Wertschätzung für die eigene Vergangenheit und die eigenen Wurzeln ist aber nicht einfach etwas Freiwilliges. Es ist eine wichtige Aufgabe, der sich die Stadt Gräfenhainichen hier stellt. Als Kommunalaufsicht, die der Landkreis ist, werde ich mich als Landrat für solche Projekte stark machen.

Wir können über alles diskutieren - aber menschlich, mit Respekt. Und vor allem ohne Hass und Beleidigungen.
Wir können über alles diskutieren – aber menschlich, mit Respekt. Und vor allem ohne Hass und Beleidigungen.

Jeder der sich politisch engagiert ist mittlerweile diesem Hass ausgesetzt. Und um es klar zu sagen: dafür gibt es keine Rechtfertigung. Man muss nicht mit der Arbeit einverstanden sein oder den politischen Zielen. Man kann Sie auch sachlich kritisieren. Aber wenn schon Kommentare zu dieser schrecklichen Feststellung im MZ-Artikel anfangen mit: “dann sollen die Betroffen mal überlegen warum”, “woran das wohl liegt” oder “Berufsrisiko”, dann verliert man langsam die Fassung.

Sind Menschen, die sich politisch engagieren, automatisch Freiwild? Wo sind die Feiglinge und Großklappen, die in der Anonymität des Internets nichts besseres zu tun haben, als Ihre Beleidigungen und Hasstiraden auf “die da Oben” permanent abzulassen?

Kandidiert doch für ein Kommunalparlament, den Landtag oder den Bundestag. Und macht es einfach besser, wenn ihr meint, es besser zu können. Das Recht, sich wählen zu lassen, gehört in einer Demokratie dazu, genauso wie seine Meinung zu sagen. Andere zu beleidigen oder zu bedrohen aber nicht!

Im traurigsten Sinne ist es immer wieder bemerkenswert, wie die größten Verfechter der angeblich freien Meinungsäußerung dieses wirklich hohe Gut bewusst und unbewusst mit Füßen treten. Aber eines ist für mich auch klar: ich mache weiter und engagiere mich. Weil Mitmachen besser als Meckern ist!