Handwerksunternehmen klagen über Materialmangel und lange Lieferzeiten, das führt zu gestiegenen Kosten.Wie stark unsere einheimischen Betriebe und deren Kunden betroffen sind, hat sich die Mitteldeutschen Zeitung mal angeschaut.
Dieser Preisanstieg und die verlängerten Lieferzeiten sind ein großes Problem, nicht nur in unserem Landkreis. Produktionsausfälle und eine gute Auftragslage verknappen das Angebot derart stark, dass in der Folge die Materialpreise extrem ansteigen und Lieferzeiten drastisch zunehmen. Betroffen sind davon alle!
Der Betrieb, der die Steigerung in Teilen abfedern muss oder wegen der langen Lieferzeiten nicht arbeiten kann. Oder der Privatmann, der nun für Baumaßnahmen mehr bezahlt oder im Zeitverzug gerät.
Es trifft aber auch den Landkreis Wittenberg selbst. An verschiedenen Stellen baut die öffentliche Hand gerade an Schulen, beispielsweise das ehemalige Melanchthon-Gymnasium in Wittenberg oder die Förderschule in Gräfenhainichen.
Treten hier Preissteigerungen auf, dann ist es vor allem eine Belastung der öffentlichen Kasse und damit des Steuerzahlers. Auf diese Entwicklung haben wir als Landkreis leider keinen Einfluss. Die im MZ Artikel gemachten Vorschläge, bei denen letztlich nur der Gesetzgeber aktiv werden kann, nehme ich sehr gern mit und transportiere sie auf die Landes- und Bundesebene.

Heute geht ein großer Dank an Sepp Müller, der Geld in den Keller bringt. Unser Bundestagsabgeordneter hat es geschafft, Mittel aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes für die Lutherstadt Wittenberg zu organisieren. Er ist damit übrigens nicht zum ersten Mal erfolgreich, wenn es darum geht Bundesgelder in die Region zu holen. Hier zeigt sich, wie wichtig eine breite Vernetzung über alle politischen Ebenen hinweg ist. Ich möchte dieses Netzwerk einbringen und auch für unseren gesamten Landkreis nutzbar machen, dafür trete ich an.

Ein wirklich tolles Projekt stellt der Theaterjugendclub in Wittenberg auf die Beine und ich hoffe, dass ganz viele Menschen dieses Stück im Netz ansehen werden. Natürlich wäre es schöner, vor einem vollen Saal zu spielen und den Applaus zu hören, erst recht für die jungen Künstler.
Ich bin gespannt, was hier trotz Corona auf die Beine gestellt wird und wie dieses Format ankommt. Den jungen Künstlern drücke ich die Daumen und sage Toi, Toi, Toi!

Unternehmergeist und soziales Engagement sind kein Widerspruch, sondern gelebte Praxis. Dieser Artikel der MZ aus Jessen beleuchtet Leben und Wirken von Hermann Fuhrmann, der vor 175 Jahren geboren wurde und die wirtschaftliche Entwicklung von Jessen maßgeblich beeinflusst hat.
Ähnliche Beispiele gibt es auch aus anderen Teilen des Landkreises. In Coswig beispielsweise war es der Papierfabrikant Fiedler, der Anfang des 20. Jahrhunderts seine unternehmerische Arbeit mit sozialem Engagement verband. Und diese Beispiele gibt es heute auch: im Kleinen wie im Großen.
Ob es der Kitazuschuss ist, der durch etliche Unternehmen geleistet wird, oder eigene Betriebskindergärten in größeren Betrieben. Diese Beispiele zeigen uns, was unsere Gesellschaft im innersten Zusammenhalt: die gelebte Solidarität untereinander. Diese guten Beispiele möchte ich als neuer Landrat zum einen öffentlich würdigen, das haben sie verdient. Zum anderen möchte ich aber auch unterstützen, zum Beispiel bei der Akquise von Fördermitteln, der fachliche Begleitung oder der inhaltlichen Vernetzung, auch über die Kreisgrenzen hinweg.