Ich möchte heute Danke sagen. Danke an meine Wählerinnen und Wähler. Danke an meine Mitstreiter in den letzten Wochen – allen voran der Jungen Union, die sich buchstäblich die Füße abgerannt haben, um Wahlwerbung auszutragen. Aber auch danke an meine Lebensgefährtin Selina, die mir während der letzten Wochen und Monate den Rücken gestärkt hat und mir immer zur Seite stand.
Mit einem sehr deutlichen Ergebnis von 81,38 Prozent der Wählerstimmen haben mich die Menschen im Landkreis Wittenberg zum Landrat gewählt. Und natürlich bin ich auch dafür unendlich dankbar – und ich freue mich über so ein klares Bekenntnis zur Demokratie. 30.410 Wähler von insgesamt 38.149 haben für mich gestimmt.
Das bedeutet auch, dass mehr als sechstausend Menschen mehr für mich gestimmt haben als noch vor zwei Wochen. Die Wahlbeteiligung lag zwar „nur“ bei 35,02 Prozent, aber damit deutlich über der Wahlbeteiligung der Stichwahl im Jahr 2014. Seinerzeit waren nur 26,4 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen getreten.
Das Ergebnis ist das deutlichste Votum in einer Stichwahl für das Amt des Landrats seit 1990 im Landkreis Wittenberg und wahrscheinlich sogar in Sachsen-Anhalt.
Was bedeutet das jetzt konkret in den nächsten Tagen und Wochen? Nun, zuerst mal muss ich meinen Job als Büroleiter des Ministerpräsidenten Reiner Haseloff in Magdeburg ordentlich beenden. Da gibt es noch einiges zu tun – und ich will meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin natürlich nicht einen vollgepackten Schreibtisch hinterlassen.
Parallel dazu werden die ersten Gespräche in der Kreisverwaltung stattfinden, allen voran mit dem scheidenden Amtskollegen Jürgen Dannenberg, um eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte durchzuführen.
Und dann kommt der 12. Juli. An diesem Tag soll mir in einer Kreistagssitzung die Ernennungsurkunde übergeben werden – das ist die offizielle Übertragung der Amtsgeschäfte. Der Kreistagsvorsitzende Enrico Schilling wird mich daraufhin vereidigen.
Mit dem Ablauf des 11. Juli wird Jürgen Dannenberg aus dem Amt scheiden – ich wünsche ihm jetzt schon mal einen erholsamen Ruhestand – und mit der Vereidigung am 12. Juni bin ich es dann.
So ganz richtig ist es immer noch nicht angekommen im Kopf. Das wird sich aber in den nächsten Tagen ändern.
Danke jedenfalls, dass ich mich dieser Aufgabe stellen darf. Es wird nicht leicht. Das hat aber auch vorher niemand behauptet. Und ich bin mir nach wie vor sicher: Landrat kann ich – und Landrat will ich! Ab heute geht die Arbeit los.