Mobilität und Verkehr steht weit oben auf meiner Agenda als neuer Landrat. Umso erfreulicher ist für mich, dass da jetzt auf Landesebene Zug in den Kamin kommt.
Verkehrsminister Thomas Webel hat jetzt im Kabinett das neue Konzept zum Landes-Radverkehrsnetz vorgestellt. Damit wird die Weiterentwicklung des Radverkehrs in Sachsen-Anhalt künftig stärker an den Erfordernissen des Alltags ausgerichtet sein. „Ein gut funktionierender Radverkehr sichert die Mobilität vieler Menschen und verbessert die Lebensverhältnisse in Stadt und Land“, sagte Webel.
Gemeinsam mit den Kommunen habe man erstmals eine „baulastträgerübergreifende Konzeption“ entwickelt, die optimal vernetzte und durchgängige Wegeverbindungen im Blick hat. „Und zwar unabhängig davon, wer dafür im Einzelfall zuständig ist“, erläuterte der Minister den Grundgedanken, der hinter dem neuen Landesradverkehrsnetz steckt.

Das ist ganz in meinem Sinne: Bei allen Baumaßnahmen im Landkreis Wittenberg muss in Zukunft das Thema Radwege mitgedacht werden. Vom Bau der Radwege bis zu deren Unterhalt.
Der Fokus des Landes-Konzeptes liegt nicht mehr ausschließlich auf der Umsetzung straßenbegleitender Radwege. In die Konzeption wurden soweit wie möglich auch bereits vorhandene Wege einbezogen.
Dass hierbei Land, Kreise und Kommunen noch enger zusammenarbeiten müssen, um zum Beispiel durch Ertüchtigungen vorhandener Wege schneller das Ziel zu erreichen, liegt auf der Hand. Mit mir als neuem Landrat wird das leicht möglich sein. Da darf aber das Denken nicht aufhören: Dass wir als Landkreis der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Sachsen-Anhalt (AGFK) beitreten sollten, ist ein längst überfälliger Schritt, den ich als neuer Landrat gern anstoßen möchte. Lassen Sie uns gemeinsam unsere Heimat für die Zukunft fit machen!
Das Netzkonzept kann digital unter www.LSAURL.de/LRVN2020 eingesehen werden. Derzeit hat es eine Länge von 4720 Kilometern und verbindet die drei Oberzentren, 23 Mittelzentren und 91 Grundzentren. Neben den zentralen Orten werden 472 weitere Quellen und Ziele angebunden, die für den Alltagsradverkehr relevant sind. Dies sind 254 Gemeinden und Ortsteile mit Verwaltungssitz oder Standorten weiterführender Schulen oder Schnittstellen im Bahn-Bus-Landesnetz und 218 Gemeinden und Ortsteile mit mehr als 800 Einwohnern. Zudem wurden Verbindungen zu 22 Mittel- und Oberzentren in den benachbarten Bundesländern berücksichtigt.