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Christian Tylsch kann Landrat und will es.

Teil 1: Im Gespräch mit Christian Tylsch, der als Landrat für Wittenberg kandidiert. Heute geht es um die Themen medizinische Versorgung und Ehrenamt im Landkreis Wittenberg. Das Interview wurde im SuperSonntag gedruckt. Der erste Teil des Interviews erschien vor wenigen Tagen und ist hier zu finden. Nachzulesen ist Teil zwei nun hier:

Herr Tylsch, im ersten Teil unseres Gespräches haben wir über Bildung und Wirtschaft gesprochen.
Richtig. Zwei wichtige Themen, zu denen ich sehr konkrete Ziele habe. Nach 14 Jahren im Kreistag und meiner Arbeit in der Staatskanzlei in Magdeburg weiß ich genau, worauf es ankommt. Gleichzeitig stehe ich mit meinen 38 Jahren aber auch für einen Generationswechsel und frischen Wind. Darauf kommt es an: Breite Erfahrung, ein gutes Netzwerk und konkrete Vorstellungen wie sich unser Landkreis entwickeln soll. All das bringe ich mit.

Wir sprechen heute über die medizinische Versorgung im Landkreis. Das Thema beschäftigt Sie schon lange. Warum?
12 Prozent unserer Hausärzte sind über 65 Jahre, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 55 Jahren. Allein daran sehen wir die Entwicklung in den kommenden Jahren. Dagegen will und kann man etwas tun. Mein Ziel ist eine gute medizinische Versorgung in der Fläche. Deshalb werden wir als Landkreis allein oder mit einem guten Partner eine eigene Einrichtung schaffen, in der Hausärzte angestellt sind aber keine eigene Praxis gründen und unterhalten müssen. Das senkt die Hürden für junge Ärzte. Und wir werden an den Universitäten für unsere Heimat werben. Ich möchte das z.B. mit einem Stipendium verbinden. Wer sich bewusst für unseren Landkreis entscheidet, erhält Unterstützung im Studium.

Und wie soll das bezahlt werden?
Solche Einrichtungen gibt es in ähnlicher Form bereits und sie finanzieren sich, wie eine Praxis oder ein MVZ, über die Krankenkassen. Ein Stipendium kostet natürlich etwas, aber ganz ehrlich, was sind z.B. 400 Euro im Monat für ein Stipendium, wenn wir dafür dauerhaft einen Hausarzt bekommen? Das ist echte Daseinsvorsorge!

Lassen Sie uns noch einen Blick auf das Ehrenamt werfen. Was haben Sie da vor?
Auch hier bleibe ich meinem Prinzip treu, konkrete Ziele zu formulieren. In den zurückliegenden Jahren habe ich z.B. viele Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren gesprochen. Deshalb habe ich in dieser Woche auch ein sehr konkretes Konzept für den Brand und Katastrophenschutz vorgelegt. Ziel ist es, die vielen Fragen, von der passgenauen Ausstattung über die einheitliche und digitale Ausbildung bis zur Nachwuchsgewinnung zu beantworten und klare Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen. Da gehts nicht um schnelle Versprechen, sondern um Verlässlichkeit. Dafür stehe ich.

Aber es gibt noch mehr Ehrenamtliche im Landkreis!
Und das ist auch gut so, denn unser Vereinsleben ist unbezahlbar. Deshalb möchte ich auch eine EhrenamtCard entwickeln, dafür die Partner zusammen bringen und so dem Ehrenamt etwas zurück geben. Wir werden z.B. bei der Nutzung von Sporthallen helfen können. Für mich ist es Aufgabe der öffentlichen Verwaltung, wo immer es geht, ehrenamtliches Engagement zu unterstützen. Das ist nicht immer eine Frage des Geldes.
Vielen Dank.

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Christian Tylsch kann Landrat und will es.

Teil 1: Im Gespräch mit Christian Tylsch, der als Landrat für Wittenberg kandidiert. Heute geht es um die Themen Wirtschaft und Bildung in unserem Landkreis Wittenberg. Und was ihn persönlich bewogen hat, nochmal zu kandidieren. Das Interview wurde im Wochenspiegel gedruckt. Nachzulesen ist es hier:

Herr Tylsch, Sie stellen sich der Wahl als Landrat. Sie bewerben sich nach sieben Jahren erneut. Warum wollen Sie Landrat werden?
Der Landkreis Wittenberg ist meine Heimat. Seit 14 Jahren arbeite ich im Kreistag für eine erfolgreiche Entwicklung des gesamten Landkreises. Wenn man das mit Herzblut macht, dann ist ganz klar, dass man sich auch der Verantwortung und Herausforderungen stellt. Deshalb möchte ich Landrat werden. Weil ich weiß, wo die Herausforderungen liegen und was zu tun ist.

Was ist anders als vor 7 Jahren?
Was die Themen angeht, hat sich kaum etwas geändert. Leider. Wir müssen weg vom verwalten und hin zum gestalten! Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt die hausärztliche Versorgung in der Fläche. Aber auch Schulen und Kindertagestätten und deren Ausstattung sind eine große Aufgabe. Auch der Schülerverkehr. Das sind Punkte, die ich anpacken werde, weil ich gelernt habe, wie es geht. Oder das ganze Thema Ehrenamt: die Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienste. Nicht zu vergessen die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, die das Leben erst lebenswert machen. Priorität hat auch das Thema Wirtschaft. Ich möchte einen Landkreis, der Partner der Wirtschaft ist.

Das sind eine Menge Themen. Was haben Sie da konkret vor?
Sehr viele unserer Unternehmen haben sich gut entwickelt. Jetzt müssen wir den Fachkräftebedarf decken. Nur eine erfolgreiche Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und damit Lebensgrundlagen. Dafür müssen wir mehr tun. Das heißt konkret, dass alle Gewerbegebiete an schnelles Internet angeschlossen werden müssen. Und ich werde einen festen Ansprechpartner, als Lotse und Vermittler, in der Verwaltung etablieren, der mit Befugnissen ausgestattet ist, um für Unternehmen und Investoren da zu sein. Der regelmäßige Austausch mit den Unternehmen und Verbänden, wie der Kreishandwerkerschaft, ist für mich selbstverständlich.

Das Hauptaugenmerkt liegt also bei der Wirtschaft?
Es ist eines der großen Themen. Genauso wichtig wie die Wirtschaft ist mir die Bildung. Gute Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Gut ausgestattete Schulen gehören dazu. Das ist uns durch das Corona-Virus nochmal besonders deutlich gemacht worden. Dazu gehören sanierte Schulgebäude und vor allem sichere Schulstandorte. Lebenslanges Lernen betrifft dann auch Musikschulen und die Kreisvolkshochschule. Aber auch die Sicherung aller Ausbildungsgänge in unserer Berufsschule ist für mich ebenfalls sehr wichtig. Hier sind wir wieder bei der Wirtschaft.

Auf die Frage, was anders als vor sieben Jahren ist, haben Sie inhaltlich geantwortet. Was hat sich persönlich verändert?
Ich habe mich natürlich weiterentwickelt. Die vielen Jahre der kommunalpolitischen Arbeit im Kreistag und mit der Kreisverwaltung sind wichtige Grundlagen, ohne die es nicht geht. Beruflich war die Zeit in Magdeburg extrem lehrreich. Große Verwaltungen zu leiten, kommunalpolitische Erfahrung zu haben und konkrete Ziele zu bennen, darum geht es. Und die Fähigkeit entschlossen und auch mutig zu handeln. Das bringe ich für unseren Landkreis mit!

Teil 2 folgt am kommenden Sonntag.

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Hausärzte, Geburtsklinik, Nachwuchssicherung: was das Paul-Gerhardt-Stift gerade so besonders macht. – 06.05.2021

Mit dem Geschäftsführer Matthias Lauterbach habe ich mich über das evangelische Krankenhaus Paul Gerhardt Stift in Wittenberg, dessen Zukunft und die Erwartungen an den neuen Landrat unterhalten.

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Was heute wichtig ist: Hausärzte im Kampf gegen Corona, Bildungsleitbild und Briefwahlen 23.04.2021

Unsere Einzelhändler leiden besonders unter den Corona-Maßnahmen. Das Arsenal-Einkaufszentrum in Wittenberg macht mit einem Facebook-Post darauf aufmerksam. “Mach dich stark für deine Stadt” heißt die Aktion. Sie will den regionalen Einzelhandel unterstützen – und zwar ohne zu meckern, sondern indem sie Mut macht. Das finde ich großartig. Die Händler würden auch lieber öffnen und machen, was geht, um am Markt überleben zu können. Das gilt auch für die Gastronomie und Kultur: die vorhandenen Angebote ganz bewusst zu nutzen, und somit Solidarität in schweren Zeit zu leben und damit ein Angebot in der Zukunft zu sichern. Lassen Sie uns das gemeinsam anpacken: Mach dich stark für deine Stadt! Ohne Meckern, dafür mit Mut.

Arsenal Einkaufszentrum in besseren Tagen
Das Arsenal-Einkaufszentrum in Wittenberg

Verkehrssicherheit und Prävention gehören zusammen. Unser Wittenberger Revier hat es vorgemacht und bei der Aktion “#Mensch aufm Rad” sogar für vorbildliches Verhalten belohnt. Als CDU haben wir im Kreis die Erarbeitung eines Verkehrssicherheitskonzeptes angeschoben. Jeder soll sicher von A nach B kommen. Deswegen ist es nicht nur wichtig, dass wir bei allen Bauvorhaben in der Zukunft immer auch die Radwege mitdenken, sondern auch, die Präsenz der Polizei in unseren ländlichen Regionen verbessern.

Bei allen Baumaßnahmen gilt es, Radwege mitzudenken.
Bei allen Baumaßnahmen gilt es, Radwege mitzudenken.

Die MZ in Jessen hat sich um das Thema FSME gekümmert. Der Frühling naht, und mit ihm auch die unsichtbare Gefahr, die von den Überträgern der gefährlichen Krankheit ausgeht. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der FSME-Erkrankungen dramatisch angestiegen. Ich lasse mich gegen diese Bedrohung impfen. Wie man sich selbst und seine Lieben am besten schützt, erfahren Sie am besten bei ihrem Hausarzt. Und deshalb ist es wichtig, dass wir auch in Zukunft genügend Hausärzte haben. Eine gute medizinische Versorgung brauchen wir jetzt und in Zukunft!

Zecken übertragen FSME
Zecken übertragen FSME

Vorsichtig! Fallen Sie nicht auf diese Wurfzettel rein. Wir haben im Landkreis ein gutes Angebot von Annahmestellen und auch Abholmöglichkeiten. So wird ordentlich entsorgt und gleichzeitig ganz einfach etwas für unsere Umwelt getan. Übrigens: die Abfallfibel des Landkreises kommt einmal im Jahr und fast alle Informationen dazu zusammen. Die gibt es auch online kostenlos zum Download.

Dubiose Anbieter werben damit, gebrauchte Geräte und Schrott abzuholen.
Dubiose Anbieter werben damit, gebrauchte Geräte und Schrott abzuholen.

Hausärzte sind ein wichtiger Partner im Kampf gegen das Corona-Virus. Leider werden die Praxen immer weniger. Ältere Kollegen gehen in den Ruhestand, junge Ärzte wollen nicht aufs Land ziehen. Ideen und ein Konzept dazu habe ich schon vor sieben Jahren vorgestellt, passiert ist bislang nichts, deshalb setze ich es wieder ganz oben auf die Liste, was ich als Landrat ändern möchte. Unsere Heimatzeitung hat der Medizin beim Impfen über die Schulter geschaut.

Impfstoff gegen Covid-19
Impfstoff gegen Covid-19

Solange wir unsere Aktivitäten coronabedingt einschränken müssen, werden sicher viele Wähler per Brief ihre Stimme abgeben. Wir haben im Kreistag dazu besprochen, wie das finanziell zu stemmen sein wird. Auch dieses Thema wird in der Mitteldeutschen Zeitung beleuchtet.

Post mit der Wahlbenachrichtigung
Post mit der Wahlbenachrichtigung

Wir brauchen beste Bildung für unsere Kinder! Die Schulstandorte müssen modern ausgestattet sein. Gute Bildung ist mehr als sanierte Schulgebäude. Erst vor wenigen Wochen haben wir im Kreistag ermöglicht, dass Millionen in die Digitalisierung unserer Schulen können. Jetzt gilt es, strategisch zu planen – denn lebenslanges Lernen ist nicht nur eine Worthülse, sondern wichtig für ein selbstbestimmtes Leben und eine florierende Wirtschaft. Wie die MZ von dem Kreistagsthema berichtet.