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Was heute wichtig ist: „Kita des Jahres“ in Wörlitz, Tourismus in Prettin und neue Ideen für den Verkehr – 10.06.2021

Was für eine riesige Freude! Die Kita “Villa Sonnenschein” in Wörlitz ist Deutschlands “Kita des Jahres”. Gestern Abend wurde die Entscheidung verkündet und sie verbreitete sich rasend schnell. (Foto: DKJS/ F. Schmitt und A. Wendler)

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Christian Tylsch kann Landrat und will es.

Teil 1: Im Gespräch mit Christian Tylsch, der als Landrat für Wittenberg kandidiert. Heute geht es um die Themen Wirtschaft und Bildung in unserem Landkreis Wittenberg. Und was ihn persönlich bewogen hat, nochmal zu kandidieren. Das Interview wurde im Wochenspiegel gedruckt. Nachzulesen ist es hier:

Herr Tylsch, Sie stellen sich der Wahl als Landrat. Sie bewerben sich nach sieben Jahren erneut. Warum wollen Sie Landrat werden?
Der Landkreis Wittenberg ist meine Heimat. Seit 14 Jahren arbeite ich im Kreistag für eine erfolgreiche Entwicklung des gesamten Landkreises. Wenn man das mit Herzblut macht, dann ist ganz klar, dass man sich auch der Verantwortung und Herausforderungen stellt. Deshalb möchte ich Landrat werden. Weil ich weiß, wo die Herausforderungen liegen und was zu tun ist.

Was ist anders als vor 7 Jahren?
Was die Themen angeht, hat sich kaum etwas geändert. Leider. Wir müssen weg vom verwalten und hin zum gestalten! Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt die hausärztliche Versorgung in der Fläche. Aber auch Schulen und Kindertagestätten und deren Ausstattung sind eine große Aufgabe. Auch der Schülerverkehr. Das sind Punkte, die ich anpacken werde, weil ich gelernt habe, wie es geht. Oder das ganze Thema Ehrenamt: die Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienste. Nicht zu vergessen die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, die das Leben erst lebenswert machen. Priorität hat auch das Thema Wirtschaft. Ich möchte einen Landkreis, der Partner der Wirtschaft ist.

Das sind eine Menge Themen. Was haben Sie da konkret vor?
Sehr viele unserer Unternehmen haben sich gut entwickelt. Jetzt müssen wir den Fachkräftebedarf decken. Nur eine erfolgreiche Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und damit Lebensgrundlagen. Dafür müssen wir mehr tun. Das heißt konkret, dass alle Gewerbegebiete an schnelles Internet angeschlossen werden müssen. Und ich werde einen festen Ansprechpartner, als Lotse und Vermittler, in der Verwaltung etablieren, der mit Befugnissen ausgestattet ist, um für Unternehmen und Investoren da zu sein. Der regelmäßige Austausch mit den Unternehmen und Verbänden, wie der Kreishandwerkerschaft, ist für mich selbstverständlich.

Das Hauptaugenmerkt liegt also bei der Wirtschaft?
Es ist eines der großen Themen. Genauso wichtig wie die Wirtschaft ist mir die Bildung. Gute Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Gut ausgestattete Schulen gehören dazu. Das ist uns durch das Corona-Virus nochmal besonders deutlich gemacht worden. Dazu gehören sanierte Schulgebäude und vor allem sichere Schulstandorte. Lebenslanges Lernen betrifft dann auch Musikschulen und die Kreisvolkshochschule. Aber auch die Sicherung aller Ausbildungsgänge in unserer Berufsschule ist für mich ebenfalls sehr wichtig. Hier sind wir wieder bei der Wirtschaft.

Auf die Frage, was anders als vor sieben Jahren ist, haben Sie inhaltlich geantwortet. Was hat sich persönlich verändert?
Ich habe mich natürlich weiterentwickelt. Die vielen Jahre der kommunalpolitischen Arbeit im Kreistag und mit der Kreisverwaltung sind wichtige Grundlagen, ohne die es nicht geht. Beruflich war die Zeit in Magdeburg extrem lehrreich. Große Verwaltungen zu leiten, kommunalpolitische Erfahrung zu haben und konkrete Ziele zu bennen, darum geht es. Und die Fähigkeit entschlossen und auch mutig zu handeln. Das bringe ich für unseren Landkreis mit!

Teil 2 folgt am kommenden Sonntag.

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Was heute wichtig ist: Tesvolt, Landwirte und Naturschutz und freche Pläne im Rettungsdienst. – 25.05.2021

Tesvolt! Ein Unternehmen, auf dass wir als Landkreis insgesamt stolz sein können. Im besten Sinne ist hier aus einem Startup ein Global Player geworden. Weltweit in über 2000 Projekten ist das Unternehmen unterwegs und hilft, die Energiewende pragmatisch umzusetzen.

Durch die Speicherlösungen wird eine der großen Schwächen von regenerativen Energieträgern ausgeglichen: die kontinuierliche Verfügbarkeit. Ohne Sonne gibt es weniger Solarstrom, ohne Wind keine Windenergie. Mit intelligenten Speicherlösungen gibt es für dieses Problem aber eine Lösung, die in ihrer Umsetzung visionär ist.

Mit Daniel Hannemann und Simon Schandert sind aber auch die Köpfe des Unternehmens visionär. Die Art der Unternehmensführung und die Unternehmensstrategie sind deren Handwerk, und das beherrschen sie hervorragend. Das zeigt, dass die Menschen aus unserer Heimat schon immer – so auch heute – Großes leisten können.

Als Landrat will ich genau solche Prozesse unterstützen: Vernetzung mit Forschungseinrichtungen, Fördermittelaquise, Nachwuchsgewinnung und Investitionsbegleitung sind dabei nur ein paar Stichworte, die ich für eine starke Wirtschaft im Landkreis weiter entwickeln werde.

Politik im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Naturschutz muss man mit Augenmaß machen.
Politik im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Naturschutz muss man mit Augenmaß machen.

Landwirtschaft hat in unserem Landkreis einen extrem hohen Stellenwert. Sie ist Arbeitgeber, ernährt uns und schafft in vielfältiger Weise einen Mehrwert für unsere Gesellschaft. Dabei ist Landwirtschaft Sinnbild für das urtypische Zusammenwirken und Zusammenleben von Mensch und Natur. Die Jessener MZ hat sich angeschaut, wie in Berlin gerade Politik zwischen Bauern und Bienen gemacht wird.

Für mich ist das daher auch eine der nachhaltigsten Wirtschaftsformen. Schon deshalb muss es fair zugehen! Insektenschutz ist natürlich wichtig. Wir wissen alle, das zum Beispiel das Bienensterben dramatische Folgen für unsere Natur hat. Auch die Landwirte wissen das. Aber das kann nicht bedeuten, dass diese gesamtgesellschaftlichen Aufgaben auf dem Rücken der Landwirte abgeladen werden, die in den letzten Jahren genug zu kämpfen hatten.

Das Ansinnen von Bundestag und Bundesregierung ist richtig, aber nicht zu Lasten der Bauern. Hier erwarte ich in Berlin die Berücksichtigung der berechtigten Interessen vor Ort. Mit Sepp Müller weiß ich da einen festen Partner an der Seite des Landkreises und der Bauern. Gemeinsam mit diesem Netzwerk möchte ich als Landrat für die Interessen der Bauern streiten.

Die Forderung, die Leitstellen im Kreis auf drei zu reduzieren, halte ich für frech.
Die Forderung, die Leitstellen im Kreis auf drei zu reduzieren, halte ich für frech.

Nur noch drei Leitstellen statt 13 für ganz Sachsen-Anhalt? Die Position des Chefs der Barmer Krankenkasse in Sachsen-Anhalt ist – vorsichtig formuliert – frech! Das Ansinnen, die Leitstellen im Land zu reduzieren, ist nicht neu, wird aber am vermeintlichen Problem der Rettungsdienstzeiten nichts ändern. Im Gegenteil! Ich bin der Meinung, dass die Ortskenntnis der Disponenten in den Leitstellen ebenso wichtig ist, wie die regionale Vernetzung mit den Rettungs- und Brandschutzeinheiten.

Außerdem können mehrere Leitstellen den Ausfall einer benachbarten Leitstelle einfacher kompensieren. Wieso eine Reduzierung der Leitstellen die Fahrzeit eines Rettungswagens verkürzen soll, erschließt sich mir nicht. Wir haben im Landkreis in den vergangenen Monaten durch zusätzliche Rettungswachen das Netz enger gezogen.

Durch zusätzliche Rettungswagen erreichen wir jetzt schneller auch die abgelegeneren Orte. Das hätte aber alles auch viel schneller umgesetzt werden können, wenn die Kostenträger, das sind nämlich die Krankenkassen, dieser Maßnahme eher zugestimmt hätten.

Der Vorschlag ist also bestenfalls Augenwischerei um von den selbst verursachten Problemen abzulenken. Ich kann dem Landrat von Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze, da nur zustimmen, der alternativ vorschlug, lieber die Zahl der Krankenkassen zu reduzieren, wenn man im System Geld sparen will.

Ich lehne eine solche Initiative für unseren Landkreis ab und warne davor, mit einem unnötigen Eingriff in die Strukturen erneut Unsicherheiten zu schaffen. Das System hat sich bewährt und funktioniert!

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Was heute wichtig ist: Das Los der Handwerker, Geld für den Keller, Theater trotz Krise und soziales Engagement durch die Jahrhunderte – 21.05.2021

Handwerksunternehmen klagen über Materialmangel und lange Lieferzeiten, das führt zu gestiegenen Kosten.Wie stark unsere einheimischen Betriebe und deren Kunden betroffen sind, hat sich die Mitteldeutschen Zeitung mal angeschaut.

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Was heute wichtig ist: Startsignal am Strand, Azubis und offene Stellen und Schulsozialarbeit bei Corona – 18.05.2021

Auf der Gräfenhainichener Seite des Gröberner Sees soll es bald Baubeginn geben. Das sind wirklich gute Nachrichten aus der Heidestadt. Dass wir am Gröberner See nach vielen Jahren wieder Bewegung sehen, ist ein wichtiges Signal für die weitere touristische Entwicklung der ganzen Region, aber auch für die Stadtentwicklung in Gräfenhainichen.

Vor allem dem unermüdlichen Arbeiten von Gräfenhainichens Bürgermeister Enrico Schilling ist es zu verdanken, dass es weiter geht. Wir haben uns schon vor einigen Wochen über die zukünftige Entwicklung verständigt und abgestimmt, wo ich als neuer Landrat helfen kann, diese Arbeit zu unterstützen. Die Stadt Gräfenhainichen und der Landkreis kann von dieser Entwicklung nur profitieren.

Mehr als tausend offenen Ausbildungsstellen stehen fast ebenso viele Jugendliche gegenüber, die noch einen Ausbildungsplatz suchen.
Mehr als tausend offenen Ausbildungsstellen stehen fast ebenso viele Jugendliche gegenüber, die noch einen Ausbildungsplatz suchen.

Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet heute über 1873 offene Ausbildungsstellen im Landkreis Wittenberg. Demgegenüber stehen 1.100 Jugendliche, die derzeit auf der Suche sind, so die Statistik der Bundesagentur für Arbeit. In etwa vier Monaten beginnt das neue Lehrjahr, damit sollten Unternehmen und potentielle Auszubildende jetzt schnell reagieren.

Nur wenn es uns gelingt, junge Fachkräfte hier zu halten, sichern wir die Zukunft unseres Landkreises. Und Unterstützung gibt es dafür ebenso vielfältig. Über die Homepage der Bundesagentur können Lehrstellenangebote abgerufen werden oder Unternehmen Unterstützungsangebote herausfinden. So gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse für die Ausbildung und bei der Übernahme trotz Kurzarbeit.

Schule und Corona - viele Schüler leiden unter den Folgen der Pandemie.
Schule und Corona – viele Schüler leiden unter den Folgen der Pandemie.

Schulsozialarbeit hat uns im Kreistag über viele Jahre begleitet, so auch wieder in diesen Tagen. Die Notwendigkeit wurde nie bestritten und im Moment ist sie in der Tat wichtiger denn je.

Umso wichtiger ist aber auch die richtige Verteilung im gesamten Landkreis und an allen Schulen. Im Kreistag habe ich mehrfach dazu gesprochen und neben den zusätzlichen 500.000 Euro, die wir als Kreistag dafür zur Verfügung gestellt haben, auch die Einbindung jeder Schule angemahnt.

Gerade die hier beschriebenen Probleme, die das Homeschooling verursacht, treffen auf alle Schulen und Schultypen gleichermaßen zu. Es war in jedem Fall richtig, die Schulsozialarbeit zu stärken, das wird auch in Zukunft so sein.

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Was heute wichtig ist: Helfer und Vorbild, leckeres Eis und die Landratswahl – 14.05.2021

Johanniter leisten nicht nur im “normalen” Grundbetrieb wichtigen Anteil am Rettungsdienst im Landkreis Wittenberg. Christian Gatniejewski ist seit vielen Jahren als Sanitäter bei Auslandseinsätzen in aller Welt dabei, um Not und Leiden von Menschen zu lindern.

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Was SKW und die Großbäckerei Lieken für die Zukunft der Region bedeuten – 07.05.2021

Gestern habe ich gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Haseloff die Stickstoffwerke Piesteritz in Wittenberg besucht. Dafür gab es zwei Anlässe: zum einen wollten wir den neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Petr Cingr, kennenlernen und zum anderen wollten wir gleich die neue Bäckerei besichtigen.

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Corona-Regeln werden gelockert: das gilt ab Samstag, 8. Mai, im Landkreis Wittenberg – 07.05.2021

Ab Samstag, dem 8. Mai, werden die Regeln im Landkreis Wittenberg gelockert. Es gelten die Maßnahmen der Ampelstufe Gelb:

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Was heute wichtig wird: Danke sagen, Landwirtschaft und Nachwuchsförderung – 04.05.2021

Wieder ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement gibt es in Wittenberg. Die Bürgerstiftung plant, so berichtet es heute die MZ, einen Jahreskalender 2022, bei dem es um Corona und Vereine geht.

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Was heute wichtig ist: Impfreihenfolge, Unternehmen, die helfen und die Sterne des Sports – 30.04.2021

Die Mitteldeutsche Zeitung hat Peter Jehle, den Chefarzt des Wittenberger Krankenhauses Paul-Gerhardt-Stift, zur Corona-Lage befragt. Der spricht sich für ein Umdenken bei der Priorisierung der Impfreihenfolge aus. Das ist grundsätzlich richtig. Sobald genug Impfstoff da ist, kann die Priorisierung entfallen.