Kategorien
Aktuelles

Trotz Wahlkampf: Arbeit im Kreistag Wittenberg geht normal weiter – 15.06.2021

Natürlich geht die Arbeit im Kreistag trotz aller Wahlen kontinuierlich weiter. So hat sich heute der Kreisausschuss zu seiner regulären Sitzung getroffen.

Von Mehrkosten für die Sanierung des ehemaligen Melanchthon-Gymnasiums über das Integrierte Regionale Entwicklungskonzept (IREK) des Landkreises Wittenberg bis zur Jugendhilfeplanung standen viele Themen auf der Tagesordnung.

Der Kreisausschuss ist die letzte Station für alle Vorlagen vor dem Kreistag. Damit haben alle Beschlüsse schon die Beratung in den zuständigen Fachausschüssen durchlaufen und das Gremium übernimmt eine koordinierende Funktion, um die Beratung im Kreistag effizient zu gestalten. Um die Vielfältigkeit der Arbeit zu zeigen, habe ich Ihnen eine Zusammenfassung der Tagesordnung zusammengestellt.

Aber der Reihenfolge nach. Für die Sanierung des ehemaligen Melanchthon Gymnasiums sind weitere 1,4 Mio. Euro notwendig. Die Ursache dafür liegt in den extrem gestiegenen Baukosten für das Projekt. Insgesamt werden nun 12,6 Mio. Euro für die Sanierung gebraucht, um dann hoffentlich bald wieder Schülerinnen und Schüler in der Schule begrüßen zu können. Darüber wird der Kreistag am 28.6. abschließend entscheiden.

Als nächstes auf der Tagesordnung: die Geldanlagerichtlinie des Landkreises. Da die Geldanlage einerseits sicher sein und anderseits einen angemessenen Ertrag bringen soll, ist eine Regelung wichtig, wie und zu welchen Konditionen etwaige Jahresüberschüsse anzulegen sind.

Es folgt die Beratung des Integrierten Regionalen Entwicklungskonzept (IREK) des Landkreises Wittenberg. In einem breiten Diskussionsprozess mit Bürgerinnen und Bürgern und verschiedenen Akteuren im Landkreis ist ein umfangreiches Papier entstanden, in dem die großen Aufgabenfelder im Landkreis in den kommenden Jahren betrachtet werden.

Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Anschließend geht es um eine Kita. Mit der Beschlussvorlage „Jugendhilfeplanung des Landkreises Wittenberg: Teilplan III – Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege – Aufnahme einer
Einrichtung in die Bedarfsplanung 2021/2022“ wird der dritte Betriebskindergarten von Agrofert (SKW Piesteritz) in die Kita-Planung aufgenommen. Ein weiterer Antrag auf Aufnahme in die Kita-Bedarfsplanung muss abgelehnt werden, da die notwendigen Bedingung dafür nicht erfüllt sind.

Danach geht es um die Arbeit der Kreisverwaltung. Zwei Vorlagen regeln Veränderungen im Stellenplan. Im Stellenplan ist geregelt in welchem Bereich der Verwaltung welche Stellen angelegt sind und wie diese bezahlt werden. Als Anlage zum Haushalt beschließt der Kreistag damit auch über den Stellenplan und damit die Personalstruktur der Verwaltung.

Mit der Vorlage D 51/032/202 soll der Kreistag für die Förderschule Heideschule Holzdorf den neuen Namen Förderschule “Lebensweg” Jessen (Elster) beschließen. Mit dem Umzug der Schule an den neuen Standort des Ersatzneubaus ist diese Umbenennung sinnvoll geworden.

Und wie immer folgt nach dem öffentlichen Teil der nichtöffentliche Sitzungsteil. Hier geht es um Personal- und Grundstücksangelegenheiten, die wegen den Rechten Dritter nicht öffentlich beraten und entschieden werden müssen. Wer hier zukünftig mitreden will, hat dazu bei der nächsten Kreistagswahl die beste Gelegenheit.

Kategorien
Aktuelles

Kita des Jahres 2021: „Villa Sonnenschein“ in Wörlitz räumt bundesweiten Kita-Preis ab!

Deutschlands beste Kindertagesstätte kommt aus unserem Landkreis! Die integrative Sprach-Kita „Villa Sonnenschein“ aus Wörlitz hat mit ihrem einzigartigen Konzept die Jury überzeugt. Damit hat sich die Kita in Wörlitz gegenüber 1200 anderen Einrichtungen, die sich ebenfalls beworben hatten, erfolgreich durchgesetzt.

Bei einem Vor-Ort-Besuch heute Vormittag konnte ich gemeinsam mit Maik Strömer, dem Bürgermeister von Oranienbaum-Wörlitz, stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, allen Eltern und Kindern, der Leiterin der Einrichtung, Ramona Mücke, herzlich gratulieren.

Christian Tylsch und Maik Strömer gratulieren dem Team der Kita „Villa Sonnenschein“
Christian Tylsch und Maik Strömer gratulieren dem Team der Kita „Villa Sonnenschein“

Der Stolz über diesen besonderen Preis war ihr und ihren Kolleginnen deutlich anzusehen. Und das völlig zurecht. Als integrative Sprach-Kita wurden hier schon bemerkenswerte Ergebnisse erzielt.

Und das sehr junge Team steckt ersichtlich voller Motivation. Wer diese kommunale Einrichtung besucht, merkt sofort, dass hier mit Herz und Seele unsere Jüngsten betreut und gefördert werden.

Und das dürfte eines der Geheimnisse dieses Konzeptes sein: ein motiviertes Team und eine extrem enge Zusammenarbeit mit der Stadt als Träger der Kita. Diese gute Zusammenarbeit betonte die Chefin der Einrichtung gleich mehrfach.

Die Kita „Villa Sonnenschein“ hat den bundesweiten Preis als beste Kita abgeräumt
Die Kita „Villa Sonnenschein“ hat den bundesweiten Preis als beste Kita abgeräumt

Ich freue mich, dass die Stadt Oranienbaum-Wörlitz und damit auch unser Landkreis in diesem bundesweiten Wettbewerb als Sieger hervorgegangen ist. Ich wünsche mir, dass wir aus diesem Erfolg den Schwung mitnehmen, um auch andere Kitas aus unserem Landkreis entsprechend vorzustellen.

Beeindruckende Konzepte und hoch motivierte Erzieherinnen und Erzieher haben wir in allen Einrichtungen in unserem Landkreis. Mich würde es überhaupt nicht überraschen, wenn auch zukünftige Preisträger aus unserem Landkreis kommen. Wenn ich einen Beitrag dazu leisten kann, werde ich das sehr gerne tun.

Kategorien
Aktuelles

Was heute wichtig wird: Hotels und Gastronomie, Mobilität der Zukunft und die Kreisvolkshochschulen – 01.06.2021

Endlich geht es wieder los! Nach über einem halben Jahr dürfen die Hotels und Beherbergungsbetriebe im Landkreis wieder öffnen, weil die Inzidenz entsprechend weit gesunken ist.

Kategorien
Aktuelles

Automobiler Talk: Wo geht die Reise in der Mobilität hin?

Die Automobilbranche hat zum Gespräch geladen und ich bin der Einladung gern gefolgt. Gemeinsam mit Ministerpräsident Dr. Haseloff haben wir uns den Fragen gestellt, die sowohl das Land Sachsen-Anhalt als auch den Landkreis betreffen.

Kategorien
Aktuelles

Was heute wichtig ist: Afrikanische Schweinepest, Jugendclubs, Juniorwahlen und der Wörlitzer Park – 29.05.2021

Vorsorge ist besser als Nachsorge, deswegen wurde bei Gallin geübt, wie man mit einer unsichtbaren Gefahr umgehen kann! Zwar ist die afrikanische Schweinepest für den Menschen nicht gefährlich, auch nicht beim Verzehr von möglicherweise kontaminierten Schweinefleisch, aber sie ist für die Wild- und Hausschweinbestände eine große Gefahr.

Für Tiere die von ihr betroffen sind, endet die Infektion in jedem Fall tödlich. Es ist daher von großer Bedeutung, dass wir Ausbruchsherde verhindern, zum einen um eine weitere Verbreitung über die Wildschweine zu verhindern und zum anderen das Übergreifen auf die Hausschweinbestände zu verhindern.

Das würde zu einem erheblichen Schaden in den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben in unserem Landkreis führen. Um das zu vermeiden hat der Kreis nun Vorsorge getroffen und rüstet sich. Richtig so!

Wie geht es jetzt weiter für die Jugendlichen?
Wie geht es jetzt weiter für die Jugendlichen?

Es gibt Bewegung in der Jugendclub-Landschaft im Kreis. Hier gilt es jetzt, ganz fest die Daumen zu drücken! Es macht mich schon etwas traurig, wenn ich lesen muss, dass der MiniClub in Apollensdorf in der bewährten Form nicht weiter machen kann.

Mehrfach habe ich diesen Jugendclub in den letzten Jahren besucht und weiß, wie großartig und engagiert die dort geleistete Arbeit war. Das hier nun ein Neuanfang bevorsteht, mag formal so sein und kann natürlich auch funktionieren. Das Ergebnis bleibt abzuwarten und ich hoffe und wünsche mir, dass die neuen Träger an Bewährtes anknüpfen und Traditionen weiterführen.

Aber Wehmut bleibt dennoch. Und vor allem Dankbarkeit für die zurückliegenden Jahre!

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein wichtiges Element der Jugendsozialarbeit. Sie lebt mit dem Engagement vor Ort und auch einer Bindung an die jeweilige Region. Mir ist es deshalb wichtig, besonders die lokalen und regionalen Bindungen und Akteure zu stärken. Ob Berliner Institute das leisten können, werden wir sehen. Dies Erwartung jedenfalls ist hoch, nicht nur in Apollensdorf.

Schulhof der Ganztagsschule Ernestine Reiske in Kemberg
Schulhof der Ganztagsschule Ernestine Reiske in Kemberg

In der Kemberger Schule “Ernestine Reiske” dürfen Schüler bei der Juniorwahl ihre Stimme abgeben. Solche Projekte sind extrem wichtig und ich finde es toll, dass die Schule daran teilnimmt.

Bei den anstehenden Landratswahlen darf bereits ab dem Alter von 16 Jahren gewählt werden. Die Freude darauf, die hier zum Ausdruck kommt, ist natürlich auch mit der Verantwortung verbunden, sich zu informieren. Für mich sind das die beiden Seiten der Medaille “Wahl”: Informieren und Abstimmen.

Dabei ist es natürlich die Aufgabe der Politiker, ihre Ziele und sich selbst vorzustellen. Ich mache das im persönlichen Gespräch und auf dem digitalen Weg. Auf der anderen Seite ist es aber auch die Verantwortung der Wählerinnen und Wähler, dieses Informationsangebot aufzunehmen und dann abzuwägen, wer am ehesten für ein politisches Amt geeignet ist.

Für mich sind dabei die inhaltlichen Ziele genau so wichtig, wie die personelle Eignung. Das Amt des Landrates kann man nach meiner Meinung eben nicht ausfüllen, wenn man keinerlei kommunalpolitische Erfahrung oder Vernetzung ins Land hat. Ist man gewählt, beginnt die Arbeit sofort und nicht erst nach einer jahrelangen Einarbeitung, darauf haben die Wähler ein Recht.

Das Schloss des Fürsten Franz im Wörlitzer Park.
Das Schloss des Fürsten Franz im Wörlitzer Park.

Und noch etwas Schönes zum Abschluss: Der Wörlitzer Park darf wieder erkundet werden. Darauf freue ich mich sehr! Für mich ein Ort zum Abschalten und Gedanken kreisen lassen. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber dort kann man jedes Mal etwas neues entdecken. Zu jeder Jahreszeit verändert sich der Park und selbst bei schlechtem Wetter kann er ein Erlebnis sein. Ich werde bestimmt die Chance nutzen! Vielleicht sehen wir uns ja im Park?

Kategorien
Aktuelles

Christian Tylsch kann Landrat und will es.

Teil 1: Im Gespräch mit Christian Tylsch, der als Landrat für Wittenberg kandidiert. Heute geht es um die Themen Wirtschaft und Bildung in unserem Landkreis Wittenberg. Und was ihn persönlich bewogen hat, nochmal zu kandidieren. Das Interview wurde im Wochenspiegel gedruckt. Nachzulesen ist es hier:

Herr Tylsch, Sie stellen sich der Wahl als Landrat. Sie bewerben sich nach sieben Jahren erneut. Warum wollen Sie Landrat werden?
Der Landkreis Wittenberg ist meine Heimat. Seit 14 Jahren arbeite ich im Kreistag für eine erfolgreiche Entwicklung des gesamten Landkreises. Wenn man das mit Herzblut macht, dann ist ganz klar, dass man sich auch der Verantwortung und Herausforderungen stellt. Deshalb möchte ich Landrat werden. Weil ich weiß, wo die Herausforderungen liegen und was zu tun ist.

Was ist anders als vor 7 Jahren?
Was die Themen angeht, hat sich kaum etwas geändert. Leider. Wir müssen weg vom verwalten und hin zum gestalten! Ein wichtiges Zukunftsthema bleibt die hausärztliche Versorgung in der Fläche. Aber auch Schulen und Kindertagestätten und deren Ausstattung sind eine große Aufgabe. Auch der Schülerverkehr. Das sind Punkte, die ich anpacken werde, weil ich gelernt habe, wie es geht. Oder das ganze Thema Ehrenamt: die Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienste. Nicht zu vergessen die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen, die das Leben erst lebenswert machen. Priorität hat auch das Thema Wirtschaft. Ich möchte einen Landkreis, der Partner der Wirtschaft ist.

Das sind eine Menge Themen. Was haben Sie da konkret vor?
Sehr viele unserer Unternehmen haben sich gut entwickelt. Jetzt müssen wir den Fachkräftebedarf decken. Nur eine erfolgreiche Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und damit Lebensgrundlagen. Dafür müssen wir mehr tun. Das heißt konkret, dass alle Gewerbegebiete an schnelles Internet angeschlossen werden müssen. Und ich werde einen festen Ansprechpartner, als Lotse und Vermittler, in der Verwaltung etablieren, der mit Befugnissen ausgestattet ist, um für Unternehmen und Investoren da zu sein. Der regelmäßige Austausch mit den Unternehmen und Verbänden, wie der Kreishandwerkerschaft, ist für mich selbstverständlich.

Das Hauptaugenmerkt liegt also bei der Wirtschaft?
Es ist eines der großen Themen. Genauso wichtig wie die Wirtschaft ist mir die Bildung. Gute Bildung ist der Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben. Gut ausgestattete Schulen gehören dazu. Das ist uns durch das Corona-Virus nochmal besonders deutlich gemacht worden. Dazu gehören sanierte Schulgebäude und vor allem sichere Schulstandorte. Lebenslanges Lernen betrifft dann auch Musikschulen und die Kreisvolkshochschule. Aber auch die Sicherung aller Ausbildungsgänge in unserer Berufsschule ist für mich ebenfalls sehr wichtig. Hier sind wir wieder bei der Wirtschaft.

Auf die Frage, was anders als vor sieben Jahren ist, haben Sie inhaltlich geantwortet. Was hat sich persönlich verändert?
Ich habe mich natürlich weiterentwickelt. Die vielen Jahre der kommunalpolitischen Arbeit im Kreistag und mit der Kreisverwaltung sind wichtige Grundlagen, ohne die es nicht geht. Beruflich war die Zeit in Magdeburg extrem lehrreich. Große Verwaltungen zu leiten, kommunalpolitische Erfahrung zu haben und konkrete Ziele zu bennen, darum geht es. Und die Fähigkeit entschlossen und auch mutig zu handeln. Das bringe ich für unseren Landkreis mit!

Teil 2 folgt am kommenden Sonntag.

Kategorien
Aktuelles

Was heute wichtig wird: Impfen für Ältere, Hochwasserschutz, Schulsicherheit und Hilfen für Vereine. – 10.05.2021

Stück für Stück kommen wir mit den Impfungen voran. Die Zahl der Geimpften, die älter als 80 Jahre sind (also Angehörige der Gruppe, die im Falle einer Infektion besonders gefährdet sind), nimmt stetig zu. Da ist es völlig richtig, die nächste Stufe stärker in den Blick zu nehmen: die Gruppe der über 70 Jährigen.

Kategorien
Aktuelles

Was heute wichtig wird: Schloss Coswig, eine virtuelle Messe und Freiheit fürs Geflügel – 05.05.2021

Bildungsfirmen präsentieren ihre digitalen Angebote bei einer virtuellen Messe. An sich ist das eine wirklich gute Idee. Und das Ansinnen ist völlig richtig.

Kategorien
Aktuelles

Was heute wichtig wird: Danke sagen, Landwirtschaft und Nachwuchsförderung – 04.05.2021

Wieder ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement gibt es in Wittenberg. Die Bürgerstiftung plant, so berichtet es heute die MZ, einen Jahreskalender 2022, bei dem es um Corona und Vereine geht.

Kategorien
Aktuelles

Was heute wichtig ist: Impfreihenfolge, Unternehmen, die helfen und die Sterne des Sports – 30.04.2021

Die Mitteldeutsche Zeitung hat Peter Jehle, den Chefarzt des Wittenberger Krankenhauses Paul-Gerhardt-Stift, zur Corona-Lage befragt. Der spricht sich für ein Umdenken bei der Priorisierung der Impfreihenfolge aus. Das ist grundsätzlich richtig. Sobald genug Impfstoff da ist, kann die Priorisierung entfallen.