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Was heute wichtig ist: Afrikanische Schweinepest, Jugendclubs, Juniorwahlen und der Wörlitzer Park – 29.05.2021

Vorsorge ist besser als Nachsorge, deswegen wurde bei Gallin geübt, wie man mit einer unsichtbaren Gefahr umgehen kann! Zwar ist die afrikanische Schweinepest für den Menschen nicht gefährlich, auch nicht beim Verzehr von möglicherweise kontaminierten Schweinefleisch, aber sie ist für die Wild- und Hausschweinbestände eine große Gefahr.

Für Tiere die von ihr betroffen sind, endet die Infektion in jedem Fall tödlich. Es ist daher von großer Bedeutung, dass wir Ausbruchsherde verhindern, zum einen um eine weitere Verbreitung über die Wildschweine zu verhindern und zum anderen das Übergreifen auf die Hausschweinbestände zu verhindern.

Das würde zu einem erheblichen Schaden in den betroffenen landwirtschaftlichen Betrieben in unserem Landkreis führen. Um das zu vermeiden hat der Kreis nun Vorsorge getroffen und rüstet sich. Richtig so!

Wie geht es jetzt weiter für die Jugendlichen?
Wie geht es jetzt weiter für die Jugendlichen?

Es gibt Bewegung in der Jugendclub-Landschaft im Kreis. Hier gilt es jetzt, ganz fest die Daumen zu drücken! Es macht mich schon etwas traurig, wenn ich lesen muss, dass der MiniClub in Apollensdorf in der bewährten Form nicht weiter machen kann.

Mehrfach habe ich diesen Jugendclub in den letzten Jahren besucht und weiß, wie großartig und engagiert die dort geleistete Arbeit war. Das hier nun ein Neuanfang bevorsteht, mag formal so sein und kann natürlich auch funktionieren. Das Ergebnis bleibt abzuwarten und ich hoffe und wünsche mir, dass die neuen Träger an Bewährtes anknüpfen und Traditionen weiterführen.

Aber Wehmut bleibt dennoch. Und vor allem Dankbarkeit für die zurückliegenden Jahre!

Die offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein wichtiges Element der Jugendsozialarbeit. Sie lebt mit dem Engagement vor Ort und auch einer Bindung an die jeweilige Region. Mir ist es deshalb wichtig, besonders die lokalen und regionalen Bindungen und Akteure zu stärken. Ob Berliner Institute das leisten können, werden wir sehen. Dies Erwartung jedenfalls ist hoch, nicht nur in Apollensdorf.

Schulhof der Ganztagsschule Ernestine Reiske in Kemberg
Schulhof der Ganztagsschule Ernestine Reiske in Kemberg

In der Kemberger Schule “Ernestine Reiske” dürfen Schüler bei der Juniorwahl ihre Stimme abgeben. Solche Projekte sind extrem wichtig und ich finde es toll, dass die Schule daran teilnimmt.

Bei den anstehenden Landratswahlen darf bereits ab dem Alter von 16 Jahren gewählt werden. Die Freude darauf, die hier zum Ausdruck kommt, ist natürlich auch mit der Verantwortung verbunden, sich zu informieren. Für mich sind das die beiden Seiten der Medaille “Wahl”: Informieren und Abstimmen.

Dabei ist es natürlich die Aufgabe der Politiker, ihre Ziele und sich selbst vorzustellen. Ich mache das im persönlichen Gespräch und auf dem digitalen Weg. Auf der anderen Seite ist es aber auch die Verantwortung der Wählerinnen und Wähler, dieses Informationsangebot aufzunehmen und dann abzuwägen, wer am ehesten für ein politisches Amt geeignet ist.

Für mich sind dabei die inhaltlichen Ziele genau so wichtig, wie die personelle Eignung. Das Amt des Landrates kann man nach meiner Meinung eben nicht ausfüllen, wenn man keinerlei kommunalpolitische Erfahrung oder Vernetzung ins Land hat. Ist man gewählt, beginnt die Arbeit sofort und nicht erst nach einer jahrelangen Einarbeitung, darauf haben die Wähler ein Recht.

Das Schloss des Fürsten Franz im Wörlitzer Park.
Das Schloss des Fürsten Franz im Wörlitzer Park.

Und noch etwas Schönes zum Abschluss: Der Wörlitzer Park darf wieder erkundet werden. Darauf freue ich mich sehr! Für mich ein Ort zum Abschalten und Gedanken kreisen lassen. Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber dort kann man jedes Mal etwas neues entdecken. Zu jeder Jahreszeit verändert sich der Park und selbst bei schlechtem Wetter kann er ein Erlebnis sein. Ich werde bestimmt die Chance nutzen! Vielleicht sehen wir uns ja im Park?

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Was heute wichtig ist: Tesvolt, Landwirte und Naturschutz und freche Pläne im Rettungsdienst. – 25.05.2021

Tesvolt! Ein Unternehmen, auf dass wir als Landkreis insgesamt stolz sein können. Im besten Sinne ist hier aus einem Startup ein Global Player geworden. Weltweit in über 2000 Projekten ist das Unternehmen unterwegs und hilft, die Energiewende pragmatisch umzusetzen.

Durch die Speicherlösungen wird eine der großen Schwächen von regenerativen Energieträgern ausgeglichen: die kontinuierliche Verfügbarkeit. Ohne Sonne gibt es weniger Solarstrom, ohne Wind keine Windenergie. Mit intelligenten Speicherlösungen gibt es für dieses Problem aber eine Lösung, die in ihrer Umsetzung visionär ist.

Mit Daniel Hannemann und Simon Schandert sind aber auch die Köpfe des Unternehmens visionär. Die Art der Unternehmensführung und die Unternehmensstrategie sind deren Handwerk, und das beherrschen sie hervorragend. Das zeigt, dass die Menschen aus unserer Heimat schon immer – so auch heute – Großes leisten können.

Als Landrat will ich genau solche Prozesse unterstützen: Vernetzung mit Forschungseinrichtungen, Fördermittelaquise, Nachwuchsgewinnung und Investitionsbegleitung sind dabei nur ein paar Stichworte, die ich für eine starke Wirtschaft im Landkreis weiter entwickeln werde.

Politik im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Naturschutz muss man mit Augenmaß machen.
Politik im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Naturschutz muss man mit Augenmaß machen.

Landwirtschaft hat in unserem Landkreis einen extrem hohen Stellenwert. Sie ist Arbeitgeber, ernährt uns und schafft in vielfältiger Weise einen Mehrwert für unsere Gesellschaft. Dabei ist Landwirtschaft Sinnbild für das urtypische Zusammenwirken und Zusammenleben von Mensch und Natur. Die Jessener MZ hat sich angeschaut, wie in Berlin gerade Politik zwischen Bauern und Bienen gemacht wird.

Für mich ist das daher auch eine der nachhaltigsten Wirtschaftsformen. Schon deshalb muss es fair zugehen! Insektenschutz ist natürlich wichtig. Wir wissen alle, das zum Beispiel das Bienensterben dramatische Folgen für unsere Natur hat. Auch die Landwirte wissen das. Aber das kann nicht bedeuten, dass diese gesamtgesellschaftlichen Aufgaben auf dem Rücken der Landwirte abgeladen werden, die in den letzten Jahren genug zu kämpfen hatten.

Das Ansinnen von Bundestag und Bundesregierung ist richtig, aber nicht zu Lasten der Bauern. Hier erwarte ich in Berlin die Berücksichtigung der berechtigten Interessen vor Ort. Mit Sepp Müller weiß ich da einen festen Partner an der Seite des Landkreises und der Bauern. Gemeinsam mit diesem Netzwerk möchte ich als Landrat für die Interessen der Bauern streiten.

Die Forderung, die Leitstellen im Kreis auf drei zu reduzieren, halte ich für frech.
Die Forderung, die Leitstellen im Kreis auf drei zu reduzieren, halte ich für frech.

Nur noch drei Leitstellen statt 13 für ganz Sachsen-Anhalt? Die Position des Chefs der Barmer Krankenkasse in Sachsen-Anhalt ist – vorsichtig formuliert – frech! Das Ansinnen, die Leitstellen im Land zu reduzieren, ist nicht neu, wird aber am vermeintlichen Problem der Rettungsdienstzeiten nichts ändern. Im Gegenteil! Ich bin der Meinung, dass die Ortskenntnis der Disponenten in den Leitstellen ebenso wichtig ist, wie die regionale Vernetzung mit den Rettungs- und Brandschutzeinheiten.

Außerdem können mehrere Leitstellen den Ausfall einer benachbarten Leitstelle einfacher kompensieren. Wieso eine Reduzierung der Leitstellen die Fahrzeit eines Rettungswagens verkürzen soll, erschließt sich mir nicht. Wir haben im Landkreis in den vergangenen Monaten durch zusätzliche Rettungswachen das Netz enger gezogen.

Durch zusätzliche Rettungswagen erreichen wir jetzt schneller auch die abgelegeneren Orte. Das hätte aber alles auch viel schneller umgesetzt werden können, wenn die Kostenträger, das sind nämlich die Krankenkassen, dieser Maßnahme eher zugestimmt hätten.

Der Vorschlag ist also bestenfalls Augenwischerei um von den selbst verursachten Problemen abzulenken. Ich kann dem Landrat von Anhalt-Bitterfeld, Uwe Schulze, da nur zustimmen, der alternativ vorschlug, lieber die Zahl der Krankenkassen zu reduzieren, wenn man im System Geld sparen will.

Ich lehne eine solche Initiative für unseren Landkreis ab und warne davor, mit einem unnötigen Eingriff in die Strukturen erneut Unsicherheiten zu schaffen. Das System hat sich bewährt und funktioniert!

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Was heute wichtig wird: Schloss Coswig, eine virtuelle Messe und Freiheit fürs Geflügel – 05.05.2021

Bildungsfirmen präsentieren ihre digitalen Angebote bei einer virtuellen Messe. An sich ist das eine wirklich gute Idee. Und das Ansinnen ist völlig richtig.

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Was heute wichtig wird: Danke sagen, Landwirtschaft und Nachwuchsförderung – 04.05.2021

Wieder ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement gibt es in Wittenberg. Die Bürgerstiftung plant, so berichtet es heute die MZ, einen Jahreskalender 2022, bei dem es um Corona und Vereine geht.