Ab Samstag, dem 1. Mai, gelten im Landkreis Wittenberg die folgenden Regeln (Ampelstufe: Orange):
Ab Samstag, dem 1. Mai, gelten im Landkreis Wittenberg die folgenden Regeln (Ampelstufe: Orange):
Leider greift nun auch die Corona-Notbremse bei uns im Landkreis. Über das, was jetzt gilt, habe ich auf meiner Seite bereits berichtet. Die MZ erklärt heute auch, was sich jetzt im Landkreis ändert.
Ein schwerbehinderter Mann, der auf den Bus angewiesen ist, hat Streit mit der Busbetreibergesellschaft. Der Fall zeigt beispielhaft, wie bürokratisch der ÖPNV im Landkreis Wittenberg teilweise arbeitet und zu wenig vom Nutzer her gedacht ist. Da müssen wir jetzt ansetzen: Wir brauchen eine brauchbare Taktung und Anbindung der Verkehrsmittel, vom Linien- bis zum Anrufbus, damit unsere ländliche Region nicht abgehängt wird. Das Menschen mit einer Behinderung in besonderer Weise auf den ÖPNV angewiesen sind, macht es auch erforderlich, dass dieser noch viel mehr auf deren Bedürfnisse eingestellt ist.

Haben Sie schon die neue Broschüre „Inspiration“ der Gartenreich-Information angeschaut? Sie zeigt nicht nur die Vielseitigkeit des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, sondern soll zukünftige Touristen auch überzeugen, mehr Zeit für die Region einzuplanen. Das tut nicht nur den Touristen gut, sondern auch unseren Gastronomen und Hoteliers. Da müssen wir in Zukunft noch viel deutlicher die Stärken der Region hervorheben. Unser Landkreis kann nicht nur Luther, sondern noch viel mehr! Das Gartenreich Wörlitz, die Industriekultur, unsere Naturschutzparke und natürlich auch Luther laden dazu ein, mehr als einen Tag in unserer wunderschönen Heimat zu verbringen. Das müssen und werden wir noch viel deutlicher und lauter kommunizieren.

Auch die Stadt Wittenberg kann mehr als Luther. Mit der neuen Standortkampagne wird in Leipzig und Berlin für die größte Kleinstadt der Welt als Wohn- und Arbeitsort geworben. Da haben wir enorm viel Potential – beide Metropolen sind per ICE rund eine halbe Stunde von uns entfernt. Die MZ berichtet heute über die Aktion. Die Kreativität der Kampagne spricht übrigens für uns. Immer getreu dem Motto: ‘Hör nie auf quer zu denken’, entwickelten die Menschen in diesem Landkreis schon immer neue Ideen und das ist heute auch noch so.
Nachdem im letzten Jahr durch Corona alle Veranstaltungen abgesagt wurden, droht auch in diesem Jahr Ungemach. Neben Corona gibt es aber noch ganz andere Probleme, über die wir im Zusammenhang mit Ferropolis sprechen müssen. Die dauerhafte Freigabe des Gremminer Sees und Entlassung aus dem Bergrecht ist wichtig und muss weiter vorangetrieben werden. Nicht nur um nach der Krise wieder durchstarten zu können, sondern auch mit der Entwicklung und Erschließung des Sees voran zu kommen. Auch die Deponiepläne in Jüdenberg sehe ich deshalb sehr kritisch. Letztlich schadet sie der Entwicklung der Region! Darüber habe ich mich heute mit dem Gräfenhainichen Bürgermeister Enrico Schilling vor Ort unterhalten.

Am dringlichsten ist aber der Weg aus der Corona-Krise. “Ferropolis hat keine Hilfen aus der Überbrückungshilfe III erhalten, weil es eine mehrheitlich kommunale Gesellschaft ist. Es gibt keine Veranstaltungen, damit keine Einnahmen und bis heute kaum eine Planungsperspektive” so Bürgermeister Enrico Schilling. Der Museumsbetrieb im Außenbereich läuft schleppend und ist erst seit wenigen Wochen überhaupt erst wieder erlaubt. Wenn am kommenden Sonnabend der Eintritt nur mit negativem Corona-Schnelltest erfolgen kann, könnten die Besucher noch zurückhaltender sein. Damit ist der Betrieb dieses einzigartigen industriekulturellen Museums wirtschaftlich nicht machbar.

Im letzten Jahr konnte zumindest ein Teil der Einnahmen dadurch kompensiert werden, dass man Camping auf den Freiflächen angeboten hat. Aktuell ist aber auch das nicht erlaubt. Ein großes Dilemma für Ferropolis, eines der nationalen und internationalen Aushängeschilder unseres Landkreises. Tradition und Kultur werden hier touristisch vernetzt und damit zum Wirtschaftsfaktor in der Region.

Stufenweise muss es jetzt Wege zurück zum Alltag geben, wenn die Lage es zulässt: Nicht nur für den Museumsbetrieb und das Campingangebot, sondern auch durch ein Modellprojekt für Konzerte und Großveranstaltungen. In Ferropolis gibt es da schon ganz konkrete Ideen mit Konzerten bis zu 5.000 Gästen unter Pandemiebedingungen, unbestuhlte Freiluftveranstaltungen und weitere Formate, die schon im Sommer 2021 umsetzbar wären.

Hier kann der Landkreis mitdenken und die Entwicklung konstruktiv begleiten. Ich jedenfalls werde mich dafür einsetzen, dass es mit der Stadt aus Eisen schnell wieder aufwärts geht!
Sehr viele unserer Unternehmen haben sich gut entwickelt und teilweise erweitert. Deren Arbeitskräftebedarf muss künftig gedeckt werden. Hier wird die Digitalisierung des Arbeitsprozesses voranschreiten. Nur eine erfolgreiche Wirtschaft sichert Arbeitsplätze und damit Lebensgrundlagen. Dafür müssen wir mehr tun. Das heißt konkret: