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Was heute wichtig ist: „Kita des Jahres“ in Wörlitz, Tourismus in Prettin und neue Ideen für den Verkehr – 10.06.2021

Was für eine riesige Freude! Die Kita “Villa Sonnenschein” in Wörlitz ist Deutschlands “Kita des Jahres”. Gestern Abend wurde die Entscheidung verkündet und sie verbreitete sich rasend schnell. (Foto: DKJS/ F. Schmitt und A. Wendler)

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Hoteliers in Wörlitz impfen Mitarbeiter: Gastronomie in der Krise und trotzdem viel Zukunft – 09.06.2021

Ich habe mich mit Christian und Michael Pirl in Wörlitz zum Gespräch getroffen. Die beiden Inhaber des Ringhotel „Zum Stein“ führen den Familienbetrieb, der von der Corona-Krise ebenso gebeutelt ist, wie die vielen anderen Gastronomen und Beherbergungsbetriebe in unserem Landkreis. Ich wollte wissen, wie es dem Unternehmen jetzt geht, mit welchen Strategien man aus der Krise kommt und welche Themen hier in Zukunft eine besonderes große Rolle spielen.

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Was heute wichtig ist: Hilfe für verwitweten Feuerwehrmann, Tourismus und Fahrradfreundlichkeit – 03.05.2021

Ein Mann verliert seine Frau. Der frischgebackene Vater steht plötzlich als Witwer da. Ein Schicksalsschlag, der einen fassungslos macht. Die Solidarität der Feuerwehrkameraden ist kaum in Worte zu fassen und steht im besten Sinne für die Werte der ehrenamtlichen Wehren.

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Was heute wichtig ist: ÖPNV, Tourismus und Werbung für Wittenberg – 26.04.2021

Ein schwerbehinderter Mann, der auf den Bus angewiesen ist, hat Streit mit der Busbetreibergesellschaft. Der Fall zeigt beispielhaft, wie bürokratisch der ÖPNV im Landkreis Wittenberg teilweise arbeitet und zu wenig vom Nutzer her gedacht ist. Da müssen wir jetzt ansetzen: Wir brauchen eine brauchbare Taktung und Anbindung der Verkehrsmittel, vom Linien- bis zum Anrufbus, damit unsere ländliche Region nicht abgehängt wird. Das Menschen mit einer Behinderung in besonderer Weise auf den ÖPNV angewiesen sind, macht es auch erforderlich, dass dieser noch viel mehr auf deren Bedürfnisse eingestellt ist.

Wie soll der ÖPNV im Landkreis Wittenberg in Zukunft aussehen?
Wie soll der ÖPNV im Landkreis Wittenberg in Zukunft aussehen?

Haben Sie schon die neue Broschüre „Inspiration“ der Gartenreich-Information angeschaut? Sie zeigt nicht nur die Vielseitigkeit des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, sondern soll zukünftige Touristen auch überzeugen, mehr Zeit für die Region einzuplanen. Das tut nicht nur den Touristen gut, sondern auch unseren Gastronomen und Hoteliers. Da müssen wir in Zukunft noch viel deutlicher die Stärken der Region hervorheben. Unser Landkreis kann nicht nur Luther, sondern noch viel mehr! Das Gartenreich Wörlitz, die Industriekultur, unsere Naturschutzparke und natürlich auch Luther laden dazu ein, mehr als einen Tag in unserer wunderschönen Heimat zu verbringen. Das müssen und werden wir noch viel deutlicher und lauter kommunizieren.

Das Schloss des Fürsten Franz im Wörlitzer Park.
Das Schloss des Fürsten Franz im Wörlitzer Park.

Auch die Stadt Wittenberg kann mehr als Luther. Mit der neuen Standortkampagne wird in Leipzig und Berlin für die größte Kleinstadt der Welt als Wohn- und Arbeitsort geworben. Da haben wir enorm viel Potential – beide Metropolen sind per ICE rund eine halbe Stunde von uns entfernt. Die MZ berichtet heute über die Aktion. Die Kreativität der Kampagne spricht übrigens für uns. Immer getreu dem Motto: ‘Hör nie auf quer zu denken’, entwickelten die Menschen in diesem Landkreis schon immer neue Ideen und das ist heute auch noch so.

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Schwere Zeiten für die Stadt aus Eisen: Ferropolis. 24.04.2021

Nachdem im letzten Jahr durch Corona alle Veranstaltungen abgesagt wurden, droht auch in diesem Jahr Ungemach. Neben Corona gibt es aber noch ganz andere Probleme, über die wir im Zusammenhang mit Ferropolis sprechen müssen. Die dauerhafte Freigabe des Gremminer Sees und Entlassung aus dem Bergrecht ist wichtig und muss weiter vorangetrieben werden. Nicht nur um nach der Krise wieder durchstarten zu können, sondern auch mit der Entwicklung und Erschließung des Sees voran zu kommen. Auch die Deponiepläne in Jüdenberg sehe ich deshalb sehr kritisch. Letztlich schadet sie der Entwicklung der Region! Darüber habe ich mich heute mit dem Gräfenhainichen Bürgermeister Enrico Schilling vor Ort unterhalten.

Ferropolis aus der Luft
Ferropolis aus der Luft

Am dringlichsten ist aber der Weg aus der Corona-Krise. “Ferropolis hat keine Hilfen aus der Überbrückungshilfe III erhalten, weil es eine mehrheitlich kommunale Gesellschaft ist. Es gibt keine Veranstaltungen, damit keine Einnahmen und bis heute kaum eine Planungsperspektive” so Bürgermeister Enrico Schilling. Der Museumsbetrieb im Außenbereich läuft schleppend und ist erst seit wenigen Wochen überhaupt erst wieder erlaubt. Wenn am kommenden Sonnabend der Eintritt nur mit negativem Corona-Schnelltest erfolgen kann, könnten die Besucher noch zurückhaltender sein. Damit ist der Betrieb dieses einzigartigen industriekulturellen Museums wirtschaftlich nicht machbar.

Das Museum in Ferropolis kann derzeit nur im Außenbereich besichtigt werden.
Das Museum in Ferropolis kann derzeit nur im Außenbereich besichtigt werden.

Im letzten Jahr konnte zumindest ein Teil der Einnahmen dadurch kompensiert werden, dass man Camping auf den Freiflächen angeboten hat. Aktuell ist aber auch das nicht erlaubt. Ein großes Dilemma für Ferropolis, eines der nationalen und internationalen Aushängeschilder unseres Landkreises. Tradition und Kultur werden hier touristisch vernetzt und damit zum Wirtschaftsfaktor in der Region.

Camping unter Baggern hat geholfen, ist jetzt aber coronabedingt auch nicht mehr möglich.
Camping unter Baggern hat geholfen, ist jetzt aber coronabedingt auch nicht mehr möglich.

Stufenweise muss es jetzt Wege zurück zum Alltag geben, wenn die Lage es zulässt: Nicht nur für den Museumsbetrieb und das Campingangebot, sondern auch durch ein Modellprojekt für Konzerte und Großveranstaltungen. In Ferropolis gibt es da schon ganz konkrete Ideen mit Konzerten bis zu 5.000 Gästen unter Pandemiebedingungen, unbestuhlte Freiluftveranstaltungen und weitere Formate, die schon im Sommer 2021 umsetzbar wären.

Wie kann Ferropolis in die Normalität zurückkehren?
Wie kann Ferropolis in die Normalität zurückkehren?

Hier kann der Landkreis mitdenken und die Entwicklung konstruktiv begleiten. Ich jedenfalls werde mich dafür einsetzen, dass es mit der Stadt aus Eisen schnell wieder aufwärts geht!