Aus einer guten Impfkampagne kann noch eine sehr gute werden.
Dass der Landkreis am Mittwoch die kritische Inzidenz-Marke von 165 gerissen hat, habe ich schon an anderer Stelle erwähnt – und auch zusammengefasst, was das jetzt für die Einwohner des Landkreises Wittenberg bedeutet. Was heute sonst noch wichtig ist.
Leider greift nun auch die Corona-Notbremse bei uns im Landkreis. Über das, was jetzt gilt, habe ich auf meiner Seite bereits berichtet. Die MZ erklärt heute auch, was sich jetzt im Landkreis ändert.
Ein Corona-Schnelltest zeigt ein negatives Ergebnis.
Gute Nachricht aus Jessen und Annaburg! Das DRK hat seine Testzentren in Jessen und Annaburg geöffnet. Nutzen Sie das zusätzlich Angebot für mehr Sicherheit im Alltag.
Schnelltests sind im Jessener Seniorentreff, Robert-Koch-Straße, am Montag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 17 Uhr möglich. (Voranmeldung: 0157/80690062, spontan möglich, aber mit Wartezeit).
In Annaburg wird im DRK-Pflegeheim 1 am Kellerberg 18 von Montag bis Freitag in der Zeit 8.30 bis 16 Uhr getestet. Anmeldung unter Tel.: 0157/80690033.
Dem Deutschen Roten Kreuz gilt ein großer Dank für das Engagement im ländlichen Raum. Jetzt gilt es, die Bekämpfung der Pandemie in der Kreisverwaltung spürbar zur Chefsache zu machen. Das steht ganz oben auf der Liste meiner Schwerpunkte als neuer Landrat.
Nachdem im letzten Jahr durch Corona alle Veranstaltungen abgesagt wurden, droht auch in diesem Jahr Ungemach. Neben Corona gibt es aber noch ganz andere Probleme, über die wir im Zusammenhang mit Ferropolis sprechen müssen. Die dauerhafte Freigabe des Gremminer Sees und Entlassung aus dem Bergrecht ist wichtig und muss weiter vorangetrieben werden. Nicht nur um nach der Krise wieder durchstarten zu können, sondern auch mit der Entwicklung und Erschließung des Sees voran zu kommen. Auch die Deponiepläne in Jüdenberg sehe ich deshalb sehr kritisch. Letztlich schadet sie der Entwicklung der Region! Darüber habe ich mich heute mit dem Gräfenhainichen Bürgermeister Enrico Schilling vor Ort unterhalten.
Ferropolis aus der Luft
Am dringlichsten ist aber der Weg aus der Corona-Krise. “Ferropolis hat keine Hilfen aus der Überbrückungshilfe III erhalten, weil es eine mehrheitlich kommunale Gesellschaft ist. Es gibt keine Veranstaltungen, damit keine Einnahmen und bis heute kaum eine Planungsperspektive” so Bürgermeister Enrico Schilling. Der Museumsbetrieb im Außenbereich läuft schleppend und ist erst seit wenigen Wochen überhaupt erst wieder erlaubt. Wenn am kommenden Sonnabend der Eintritt nur mit negativem Corona-Schnelltest erfolgen kann, könnten die Besucher noch zurückhaltender sein. Damit ist der Betrieb dieses einzigartigen industriekulturellen Museums wirtschaftlich nicht machbar.
Das Museum in Ferropolis kann derzeit nur im Außenbereich besichtigt werden.
Im letzten Jahr konnte zumindest ein Teil der Einnahmen dadurch kompensiert werden, dass man Camping auf den Freiflächen angeboten hat. Aktuell ist aber auch das nicht erlaubt. Ein großes Dilemma für Ferropolis, eines der nationalen und internationalen Aushängeschilder unseres Landkreises. Tradition und Kultur werden hier touristisch vernetzt und damit zum Wirtschaftsfaktor in der Region.
Camping unter Baggern hat geholfen, ist jetzt aber coronabedingt auch nicht mehr möglich.
Stufenweise muss es jetzt Wege zurück zum Alltag geben, wenn die Lage es zulässt: Nicht nur für den Museumsbetrieb und das Campingangebot, sondern auch durch ein Modellprojekt für Konzerte und Großveranstaltungen. In Ferropolis gibt es da schon ganz konkrete Ideen mit Konzerten bis zu 5.000 Gästen unter Pandemiebedingungen, unbestuhlte Freiluftveranstaltungen und weitere Formate, die schon im Sommer 2021 umsetzbar wären.
Wie kann Ferropolis in die Normalität zurückkehren?
Hier kann der Landkreis mitdenken und die Entwicklung konstruktiv begleiten. Ich jedenfalls werde mich dafür einsetzen, dass es mit der Stadt aus Eisen schnell wieder aufwärts geht!
Christian Tylsch spricht mit einem Pärchen im Park.
Unsere Einzelhändler leiden besonders unter den Corona-Maßnahmen. Das Arsenal-Einkaufszentrum in Wittenberg macht mit einem Facebook-Post darauf aufmerksam. “Mach dich stark für deine Stadt” heißt die Aktion. Sie will den regionalen Einzelhandel unterstützen – und zwar ohne zu meckern, sondern indem sie Mut macht. Das finde ich großartig. Die Händler würden auch lieber öffnen und machen, was geht, um am Markt überleben zu können. Das gilt auch für die Gastronomie und Kultur: die vorhandenen Angebote ganz bewusst zu nutzen, und somit Solidarität in schweren Zeit zu leben und damit ein Angebot in der Zukunft zu sichern. Lassen Sie uns das gemeinsam anpacken: Mach dich stark für deine Stadt! Ohne Meckern, dafür mit Mut.
Das Arsenal-Einkaufszentrum in Wittenberg
Verkehrssicherheit und Prävention gehören zusammen. Unser Wittenberger Revier hat es vorgemacht und bei der Aktion “#Mensch aufm Rad” sogar für vorbildliches Verhalten belohnt. Als CDU haben wir im Kreis die Erarbeitung eines Verkehrssicherheitskonzeptes angeschoben. Jeder soll sicher von A nach B kommen. Deswegen ist es nicht nur wichtig, dass wir bei allen Bauvorhaben in der Zukunft immer auch die Radwege mitdenken, sondern auch, die Präsenz der Polizei in unseren ländlichen Regionen verbessern.
Bei allen Baumaßnahmen gilt es, Radwege mitzudenken.
Die MZ in Jessen hat sich um das Thema FSME gekümmert. Der Frühling naht, und mit ihm auch die unsichtbare Gefahr, die von den Überträgern der gefährlichen Krankheit ausgeht. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der FSME-Erkrankungen dramatisch angestiegen. Ich lasse mich gegen diese Bedrohung impfen. Wie man sich selbst und seine Lieben am besten schützt, erfahren Sie am besten bei ihrem Hausarzt. Und deshalb ist es wichtig, dass wir auch in Zukunft genügend Hausärzte haben. Eine gute medizinische Versorgung brauchen wir jetzt und in Zukunft!
Zecken übertragen FSME
Vorsichtig! Fallen Sie nicht auf diese Wurfzettel rein. Wir haben im Landkreis ein gutes Angebot von Annahmestellen und auch Abholmöglichkeiten. So wird ordentlich entsorgt und gleichzeitig ganz einfach etwas für unsere Umwelt getan. Übrigens: die Abfallfibel des Landkreises kommt einmal im Jahr und fast alle Informationen dazu zusammen. Die gibt es auch online kostenlos zum Download.
Dubiose Anbieter werben damit, gebrauchte Geräte und Schrott abzuholen.
Hausärzte sind ein wichtiger Partner im Kampf gegen das Corona-Virus. Leider werden die Praxen immer weniger. Ältere Kollegen gehen in den Ruhestand, junge Ärzte wollen nicht aufs Land ziehen. Ideen und ein Konzept dazu habe ich schon vor sieben Jahren vorgestellt, passiert ist bislang nichts, deshalb setze ich es wieder ganz oben auf die Liste, was ich als Landrat ändern möchte. Unsere Heimatzeitung hat der Medizin beim Impfen über die Schulter geschaut.
Impfstoff gegen Covid-19
Solange wir unsere Aktivitäten coronabedingt einschränken müssen, werden sicher viele Wähler per Brief ihre Stimme abgeben. Wir haben im Kreistag dazu besprochen, wie das finanziell zu stemmen sein wird. Auch dieses Thema wird in der Mitteldeutschen Zeitung beleuchtet.
Post mit der Wahlbenachrichtigung
Wir brauchen beste Bildung für unsere Kinder! Die Schulstandorte müssen modern ausgestattet sein. Gute Bildung ist mehr als sanierte Schulgebäude. Erst vor wenigen Wochen haben wir im Kreistag ermöglicht, dass Millionen in die Digitalisierung unserer Schulen können. Jetzt gilt es, strategisch zu planen – denn lebenslanges Lernen ist nicht nur eine Worthülse, sondern wichtig für ein selbstbestimmtes Leben und eine florierende Wirtschaft. Wie die MZ von dem Kreistagsthema berichtet.
Desinfektion und Mund-Nasen-Schutz helfen gegen Corona
Das Corona-Virus hat für uns alle gravierende Folgen im beruflichen und privaten Leben. Die Bekämpfung der Pandemie muss in der Kreisverwaltung spürbar Chefsache werden. Wir brauchen schnelle, entschlossene und mutige Entscheidungen – während und nach der Pandemie. Viel hat sich in den letzten Wochen nach harter Kritik verbessert. Wir sind beim Impfen vorangekommen und bei der Kontaktnachverfolgung leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung Großartiges. Wir können und müssen trotzdem besser werden. Das heißt konkret:
die Abstimmung mit den Bürgermeistern muss viel enger werden
die Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern muss schneller, offener und transparenter werden
regelmäßige und verständliche Informationen über Amtsblatt und Internet zur aktuellen Lage und den Maßnahmen
Dienstleistungen der Verwaltung für Bürger müssen auch in der Pandemie schnell und effizient möglich sein